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Kein Tag wie jeder andere: Christoph Harting wird Olympiasieger

Kein Tag wie jeder andere: Kritik an Olympiasieger Harting
Von Eurosport

12/08/2017 um 23:29Aktualisiert 12/08/2017 um 23:30

Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit Christoph Harting.

13. August

Am 13. August 2016 trat er in die Fußstapfen seines Bruders Robert. Mit 68,37 Metern gewann Christoph Harting bei den Olympischen Spielen in Rio Gold im Diskuswerfen. Harting verwies den Polen Piotr Malachowski sowie Daniel Jasinski aus Bochum auf die Ränge zwei und drei.

Der Triumph des Berliners wurde aber zumindest für einige Fans von dessen Verhalten bei der Siegerehrung überschattet. Anstatt beim Erklingen der Nationalhymne ruhig stehen zu bleiben, zappelte Harting auf dem Siegerpodest und machte mehrere Gesten mit den Armen. Manche interpretierten das als Respektlosigkeit.

Harting sah das anders:

"Ich bin ein Mensch, der Rhythmus braucht, der Rhythmus liebt, der gute Musik über alles schätzt. Es ist schwer, zur Nationalhymne zu tanzen, habe ich festgestellt."

Der 26-Jährige fügte später bei "Sport 1" hinzu: "Ich kann mich auch nicht mehr an jede einzelne Situation erinnern. Mir war bewusst, dass ich in Rio Olympiasieger werden kann. Als es dann aber Realität wurde, war ich überwältigt, voller Gefühle, voller Glück und kaum Herr meiner Sinne. Ich denke, es gibt keine Vorschriften dafür, wie sich ein Mensch in einer solchen Situation zu freuen hat."

Christoph Harting (Rio 2016)

Christoph Harting (Rio 2016)SID

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