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Biathlon: Simon Schempp heiß auf weitere Heimsiege - Laura Dahlmeier denkt nicht an Gelb

Schempp heiß auf weitere Heimsiege - Dahlmeier denkt nicht an Gelb
Von SID

10/01/2017 um 11:43Aktualisiert 10/01/2017 um 14:15

Einen Monat vor dem Start der Biathlon-WM sind die deutschen Skijäger um Simon Schempp und Laura Dahlmeier in Topform. Beim zweiten Heim-Weltcup in Ruhpolding sollen weitere Siege her. "Mannschaftlich sind wir momentan sehr stark. Wir wollen mit der Staffel natürlich um das Podium und den Sieg mitkämpfen", sagte Schempp vor dem Auftakt des Heim-Weltcups in Ruhpolding.

Die Erleichterung nach dem ersten Einzelsieg des Winters war riesig, nun will Simon Schempp nach fast zwei Jahren Durststrecke auch wieder mit seinen Teamkollegen triumphieren.

Schempp will auf Fourcade aufholen

Der spektakuläre Massenstartsieg in Oberhof, bei dem er endlich wieder vor Dauerrivale Martin Fourcade landete, war Balsam für die Seele. "Für den Gemütszustand tut das unheimlich gut", sagte Schempp.

Infekte hatten den elfmaligen Weltcupsieger in der Vorbereitung mehrfach ausgebremst, die Form kam nur langsam - aber sie kam. Einen Monat vor der WM in Hochfilzen/Österreich (9. bis 19. Februar) ist der ehrgeizige Schwabe wieder auf Augenhöhe mit Dominator Fourcade und scheint in der Lage, den zehnmaligen Weltmeister dauerhaft zu ärgern. "Es läuft aber nicht von alleine, das kann ich jedem schriftlich geben. Die Woche in Oberhof gibt Selbstvertrauen, aber es geht von null los", sagte Schempp.

In Sprint (Freitag) und Verfolgung (Sonntag) geht es für Schempp um weitere Podestplätze in den Einzelrennen, der Hauptkonkurrent heißt - natürlich - Fourcade. "Martin ist das Maß der Dinge, er gibt den Takt vor. Ich hoffe, wir können bis zur WM noch etwas aufholen", sagte Schempp, der auf starke Unterstützung aus den eigenen Reihen zählen kann.

Er selbst (3.), Erik Lesser (4.) und Arnd Peiffer (6.) liegen im Gesamtweltcup glänzend, auch bei Benedikt Doll geht es bergauf. "Das gibt viel Selbstvertrauen für Staffel-Wettkämpfe", betonte Schempp.

Dahlmeier legt Fokus auf WM

Besser steht nur Überfliegerin Laura Dahlmeier da. Nachdem sie zwei Rennen ausgesetzt hat, um Kräfte zu sparen, ist die 23-Jährige nun Zweite im Gesamtweltcup. In den Chiemgauer Alpen könnte sie nach dem Staffelrennen (Donnerstag, 14.30 Uhr) am Wochenende das Gelbe Trikot zurückerobern.

Nach elf von 26 Rennen beträgt der Rückstand auf Spitzenreiterin Gabriela Koukalova aus Tschechien lediglich 15 Punkte. "Aber ich fange gar nicht zu rechnen an. Für mich ist vor allem die WM wichtig", sagte Dahlmeier.

Sechsmal stand sie in diesem Winter schon auf dem Podest, siegte dreimal und freut sich nun besonders auf den zweiten Teil des Heimspiels. "Es werden viele deutsche Fans da sein, viele Bekannte. Es werden tolle Rennen", sagte Dahlmeier, die im Vorjahr gleich zwei Siege in Ruhpolding feierte: "Ich kenne die Strecken noch aus dem Schülerbereich und freue mich wahnsinnig darauf."

Video - Biathlon Massenstart in Oberhof: Koukalová siegt vor Dahlmeier

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