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Oberhof: Laura Dahlmeier verliert Gelb an Gabriela Koukalova

Dahlmeier verliert Gelb an Koukalova
Von SID

07/01/2017 um 16:00Aktualisiert 07/01/2017 um 16:04

Laura Dahlmeier ist ihre Führung im Gesamtweltcup los. Einen Tag vor dem ersten und einzigen Auftritt der 23-Jährigen beim Weltcup in Oberhof genügte der Tschechin Gabriela Koukalova in der Verfolgung der Frauen über 10 km ein zweiter Platz, um mit insgesamt 419 Punkten an Dahlmeier (410) vorbeizuziehen. Den Sieg sicherte sich nach zwei Schießfehlern die Französin Marie Dorin-Habert.

Bye bye, Gelbes Trikot: Biathletin Laura Dahlmeier hat durch ihre freiwillige Erholungspause die Führung im Gesamtweltcup verloren und ist zum ersten Mal in dieser Saison Jägerin statt Gejagte.

Weil Dahlmeier beim Weltcup in Oberhof zweimal fehlte, genügte der Tschechin Gabriela Koukalova am Samstag in der Verfolgung über 10 km ein zweiter Platz, um an der Deutschen vorbeizuziehen. Jubeln durften die 17.982 Fans am Grenzadler dennoch: Arnd Peiffer war zuvor bei den Männern in einer Windlotterie über 12,5 km auf den zweiten Platz gerast.

"Es ist schön, das Gelbe Trikot wieder zu haben", sagte Koukalova, die im vergangenen Jahr die große Kristallkugel gewonnen hatte, im "ZDF": "Aber es werden im Laufe der Saison noch Wechsel stattfinden. Es gibt eine Menge starker Mädels."

Und wenn die 23-Jährige, die in dieser Saison schon drei Rennen gewonnen hat, "ihr" Trikot wieder zurückerobern möchte, bedarf es einer erstklassigen Leistung. Aus einem Vorsprung von 98 Punkten vor dem ersten Weltcup im neuen Jahr wurde binnen zwei Rennen ein Rückstand von neun Zählern.

Auch die Finnin Kaisa Mäkäräinen, die am Samstag hinter der Siegerin Marie Dorin Habert (Frankreich) und Koukalova den dritten Rang belegte, weist in der Gesamtwertung vier Punkte mehr als Dahlmeier auf.

Peiffer arbeitet sich nach vorne

Während Dahlmeier am Sonntag unter Zugzwang ist, hat Peiffer nach seiner furiosen Aufholjagd zumindest in Oberhof nicht mehr den ganz großen Erwartungsdruck. "Man geht innerlich gelassener an den Start, wenn man schon ein gutes Resultat verbucht hat. Da startet man nicht so ergebnisorientiert", sagte der frühere Sprint-Weltmeister am Samstag nach dem Jagdrennen.

Das hatte er als Sprint-15. in gar nicht so guter Position begonnen, durch solide Schießleistungen sich aber Runde um Runde nach vorne gekämpft und am Ende nur dem französischen Dominator Martin Fourcade den Vortritt lassen müssen. "Das Schießen gibt schon eine gewisse Selbstsicherheit", sagte Peiffer, der mit drei Strafrunden bei teilweise heftigen Böen noch einer der besten Schützen war und mit Blick auf den Massenstart meinte: "Da muss man sich aber wieder alles neu erkämpfen."

Darauf ruhen auch die Hoffnungen von Simon Schempp, der vermeintlichen Nummer eins im deutschen Team. Nach einem völlig verkorksten Rennen mit sechs Schießfehlern landete der Uhinger in der Verfolgung trotz guter Ausgangsposition nur auf dem 20. Rang.

Lokalmatador Erik Lesser, der im Thüringer Wald besonders motiviert zu sein scheint, verteidigte seinen fünften Platz aus dem Sprint erfolgreich und tankte damit Selbstvertrauen für den Massenstart.

Video - Good-bye, Tina! Maze läuft über die Ziellinie

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