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Biathlon: Miriam Gössner und Franziska Hildbrand verpassen im 15 km Einzel Top-Resultate

Gössner und Hildebrand vergeben Top-Resultate
Von SID

03/12/2015 um 19:02Aktualisiert 03/12/2015 um 19:21

Die deutschen Biathletinnen haben im ersten Einzelrennen des Weltcups die Podestplätze verpasst. In Östersund/Schweden belegte Franziska Hildebrand nach zwei Schießfehlern über 15 km als beste Athletin des DSV den zehnten Platz. Die dreimalige Weltcupsiegerin Miriam Gössner, die nach ihrer Leidenszeit wieder zur alten Form finden will, lief mit fünf Fehlern auf den 33. Rang.

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"Ich ärgere mich brutal über das letzte Schießen. Ich muss das schnell abhaken", sagte Gössner über ihre drei Fehler zum Abschluss. Hildebrand, die immerhin die halbe WM-Norm knackte, meinte im ZDF: "Bis zum letzten Schießen war alles top, dann Shit."

Ähnlich sah es Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig, der sich über die vergebenen "deutlich besseren Platzierungen" ärgerte: "Uns haben die Abgezocktheit und Coolness gefehlt, das zu Ende zu bringen."

Ihren ersten Weltcup-Triumph feierte die fehlerfreie Italienerin Dorothea Wierer. Die 25-Jährige siegte vor der französischen Doppel-Weltmeisterin Marie Dorin Habert (2/+14,1 Sekunden zurück) und der fehlerfreien Olena Pidhruschna (+37,8) aus der Ukraine. Zweitbeste Deutsche war Staffel-Weltmeisterin Franziska Preuß (Haag) auf dem 19. Platz.

Vanessa Hinz lief auf Rang 43, Maren Hammerschmidt (56.) und Karolin Horchler (62.) waren ebenfalls abgeschlagen.

Laura Dahlmeier, ebenfalls Teil der goldenen Staffel und zudem WM-Zweite in der Verfolgung, musste wegen mehrerer grippaler Infekte in der Vorbereitung auf einen Start in Schweden verzichten. Ob sie bereits beim nächsten Weltcup in Hochfilzen in der kommenden Woche zum DSV-Tross stoßen wird, ist noch offen.

"Ich schäme mich in Grund und Boden"

Hildebrand hatte einen Tag nach dem zweiten Platz von Simon Schempp wie Gössner gut in die Spur gefunden und die ersten 15 Scheiben komplett abgeräumt. Beim Sieg der fehlerfreien Italienerin Dorothea Wierer erfüllte sie immerhin die halbe Norm für die WM in Oslo (3. bis 13. März). Rang zwei ging an Doppel-Weltmeisterin Marie Dorin Habert (+14,1 Sekunden) vor der Ukrainerin Olena Pidhruschna (+37,8).

Hildebrand, in der Loipe etwas schwächer als Gössner, zeigte eine insgesamt vielversprechende Leistung. Schon im Vorjahr hatte sie durch ihre Konstanz mit 16 Top-Ten-Resultaten überzeugt, auch am Donnerstag wäre es weit nach vorne gegangen - wenn das Rennen nach dreimal Schießen zu Ende gewesen wäre.

"Ich wollte alles ganz, ganz richtig machen. Dann bleibt aber gleich der erste hängen", ärgerte sich Hildebrand über die zwei Fehler zum Abschluss: "Ich schäme mich in Grund und Boden." Das musste sie sich aber ebenso wenig wie Gössner, die vor dem Rennen noch von ihrem Freund Felix Neureuther Glück zugesprochen bekam.

Gössner mit altbekannten Schwächen

Die 25-Jährige war frohen Mutes und mit viel Zuversicht nach Zentralschweden gereist. Im heimischen Garmisch hatte sie nach dem Trainingslager in Norwegen, der Heimat ihrer Mutter, nochmal Kraft getankt und sich dann auf ihren Saisoneinstieg vorbereitet.

"Schritt für Schritt", so ihre Ankündigung, wolle sie vorankommen - was nach ihrer Leidenszeit wegen eines Mountainbike-Unfalls im Frühjahr 2013 auch durchaus realistisch erscheint. "Ich habe gemerkt, dass ich wieder in Form bin und mich auch im Rennen wieder gut fühle", sagte sie.

Bis zum letzten Anschlag hatte sie das auch am Donnerstag bewiesen, dann flatterten aber ausgerechnet in der Wackeldisziplin, dem Stehendschießen, die Nerven. "Wenn ich dort mit nur einem Fehler rausgehe, ist alles gut", sagte sie: "Aber ich sehe das Rennen zweigeteilt, die ersten drei Einlagen waren total ok."

Am Freitag dürfen die Biathleten entspannen und nach ihren anstrengenden ersten Einzel-Wettkämpfen die Akkus aufladen. Erst am Samstag (ab 12.30 Uhr/Eurosport) stehen mit den Sprints die nächsten Entscheidungen an, den Abschluss des ersten Weltcups bilden am Sonntag (ab 11.00 Uhr) die Verfolgungsrennen.

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