SID

Bob: De Maizière geht nicht weiter von staatlich finanzierter Doppellösung aus

Bob: De Maizière geht nicht weiter von staatlich finanzierter Doppellösung aus
Von SID

19/02/2017 um 12:28Aktualisiert 19/02/2017 um 12:32

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat ein Ende der staatlich finanzierten Doppellösung im deutschen Bobsport angekündigt.

Im vorolympischen Winter nutzt der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) derzeit wie in jedem Jahr Geräte des staatlich geförderten Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES). Gleichzeitig werden jedoch auch Bobs des österreichischen Privatherstellers Wallner verwendet.

"Für diese Saison ist das okay", sagte de Maizière im Rahmen der WM am Königssee in der ARD. Mit Blick auf die Winterspiele 2018 in Pyeongchang müsse man sich jedoch "entscheiden. Sicher brauchen die Fahrer den besten Bob. Wir werden aber nicht zwei verschiedene Bobs finanzieren."

Vor der Saison hatte der BSD vier Zweierbobs der Firma Wallner gekauft und diese den gesamten Winter über gegen die Geräte des Stammausrüsters FES getestet. Zudem finanzierten die Erfolgspiloten Francesco Friedrich (Oberbärenburg) und Johannes Lochner (Stuttgart) allerdings jeweils privat einen Viererbob von Wallner. Auch am Königssee werden FES- und Wallner-Modelle verwendet, für die kommende Olympia-Saison sollen sich die Piloten für ihr jeweils bevorzugtes Modell entscheiden.

Auch BSD-Sportdirektor Thomas Schwab geht indes weiterhin von einer "zweigleisigen Lösung" aus. Die Details seien aber noch nicht geklärt, sagte der 54-Jährige dem SID: "Wir werden uns nach dieser Saison mit unseren Partnern, mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und dem Bundesinnenministerium zusammensetzen." Obwohl die Schlitten bereits angeschafft sind, dürften auch in der kommenden Saison mit Blick auf Olympia kostenintensive Weiterentwicklungen nötig sein.

0
0
Quoten präsentiert von Tipico