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Bob: Deutschlands Francesco Friedrich und Johannes Lochner dominieren die Konkurrenz

Deutschlands Bob-Elite dominiert die Konkurrenz
Von SID

15/01/2017 um 19:54Aktualisiert 15/01/2017 um 20:00

Grinsend fielen sich Deutschlands Ausnahmepiloten nach ihrem Coup von Winterberg in die Arme, bei den Europameisterschaften hatten Francesco Friedrich und Johannes Lochner die internationale Bob-Elite erneut deklassiert. Die junge deutsche Mannschaft lässt fünf Wochen vor der Heim-WM am Königssee auf eine goldene Saison hoffen.

Grinsend fielen sich Deutschlands Ausnahmepiloten nach ihrem Coup von Winterberg in die Arme, bei den Europameisterschaften hatten Francesco Friedrich und Johannes Lochner die internationale Bob-Elite erneut deklassiert. Die junge deutsche Mannschaft lässt fünf Wochen vor der Heim-WM am Königssee auf eine goldene Saison hoffen.

Shootingstar Lochner gewann zum Abschluss der EM am Sonntagabend Gold im Vierer, damit machte er den Dreifach-Triumph perfekt. Zuvor hatte Weltmeister Friedrich seine Siegesserie im Zweier ausgebaut, Mariama Jamanka (BRC Thüringen) gewann zudem sensationell EM-Gold bei den Frauen.

"Das war unglaublich, was das Team hier abgefackelt hat", sagte Bundestrainer René Spies in der "ARD".

"Es macht unheimlich Spaß, mit dieser motivierten Mannschaft zu arbeiten."

Juniorenweltmeister Lochner bestätigte im Rahmen der EM, die zugleich vierter Weltcup der Saison war, seinen aktuellen Status als deutsche Nummer eins im Viererbob - und das bei seinem gerade erst vierten Auftritt im großen Schlitten auf Weltcup-Niveau.

"Johannes zeigt im Vierer gerade das, was Francesco im Zweier abzieht, das ist beeindruckend", sagte Spies. Der 26-jährige Lochner setzte sich vor seinem ebenfalls starken Teamkollegen Nico Walther durch. Benjamin Maier aus Österreich holte den dritten Platz, Friedrich wurde Fünfter. Starker Schneefall hatte seinen ersten Lauf beeinträchtigt.

Drei Rennen - drei Siege

Der 26-Jährige hatte allerdings am Samstag eindrucksvoll gezeigt, dass es im Zweier derzeit keinen besseren Piloten gibt. Bei seinem dritten Start in dieser Saison holte Friedrich mit Anschieber Thorsten Margis den dritten Sieg, mit sieben Zehnteln Vorsprung auf den zweitplatzierten Lochner (mit Joshua Bluhm) war die Überlegenheit sogar noch erdrückender als bei Friedrichs Siegen in Whistler und Altenberg.

Der Sieg des Sachsen war zudem besonders bemerkenswert, weil er zuvor den Schlitten gewechselt hatte: Nach seinen jüngsten Siegen im Wallner-Bob war Friedrich nun auch im neuen Gerät des Stammausrüsters FES nicht zu schlagen.

Jamanka sorgt für Überraschung

Für die größte Überraschung hatte allerdings Jamanka schon am Freitag gesorgt. Die 26-Jährige ist nach dem Rücktritt von Weltmeisterin Anja Schneiderheinze das Gesicht des Umbruchs im deutschen Frauenteam. Siege und Podestplätze wurden bislang noch nicht von ihr erwartet, doch in Winterberg war sie mit Anschieberin Annika Drazek plötzlich beste Europäerin.

Nur die Amerikanerin Elana Meyers Taylor war schneller und landete in der gleichzeitig ausgefahrenen Weltcup-Wertung noch vor Jamanka.

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