SID

Deutsche Piloten setzen weiter auf FES- und Wallner-Schlitten

Deutsche Piloten setzen weiter auf FES- und Wallner-Schlitten
Von SID

19/03/2017 um 13:30Aktualisiert 19/03/2017 um 13:38

Rund elf Monate vor den Winterspielen in Pyeongchang haben sich die deutschen Bob-Piloten weitgehend auf ihre Schlitten für die Olympiasaison festgelegt und streben dabei weiter eine Doppellösung an.

Die Vierer-Weltmeister Francesco Friedrich (Oberbärenburg) und Johannes Lochner (Stuttgart) wollen im großen und kleinen Schlitten weiter auf Material des österreichischen Herstellers Wallner setzen.

Nico Walther (Oberbärenburg), WM-Dritter im Vierer, vertraut dagegen weiter auf Schlitten des staatlich finanzierten Stammherstellers FES. "Die Kapazitäten der FES hat kein anderer Hersteller, keiner kann eine solche Entwicklungsarbeit innerhalb einer Saison leisten", sagte Walther im Rahmen des Weltcupfinales in Pyeongchang der ARD: "Wir haben jetzt eine gute Basis erreicht und können von dort gut weitermachen."

Der deutsche Verband BSD hatte vor der nun beendeten Saison für ein Novum gesorgt und externes Material eingekauft, um es mit den FES-Schlitten zu vergleichen. Grund war Unzufriedenheit mit den Bobs des deutschen Ausrüsters. Die Maßnahme trug Früchte, die großen Erfolge bei der Heim-WM mit den Titeln im Vierer durch Friedrich und Lochner und dem Zweier-Sieg durch Friedrich wurden komplett mit Wallner-Schlitten errungen.

Dennoch zeigte auch die Kurve bei den FES-Geräten zuletzt nach oben, zudem werden die Ressourcen im Verlauf des Olympia-Winters größer sein. Für die Weiterentwicklung der Wallner-Geräte dürften künftig wohl keine staatlichen Gelder mehr freigemacht werden.

"Der Konkurrenzkampf war insgesamt gut für das Team, aber es war auch zäh und anstrengend mit zwei Herstellern. Im nächsten Jahr muss da mehr Ruhe rein", sagte Bundestrainer René Spies: "Die Piloten treffen jetzt ihre abschließende Wahl, und dann versuchen wir das sportpolitisch auf den Weg zu bringen."

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