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Zweierbob: Francesco Friedrich nach Winterberg-Demonstration der Mann, den es zu schlagen gilt

Zweierbob: Friedrich der Mann, den es zu schlagen gilt
Von SID

14/01/2017 um 23:30

Francesco Friedrich reckte beide Zeigefinger in den Abendhimmel und schrie seine pure Freude heraus: Nach seiner Demonstration von Winterberg bei teils starkem Schneefall ist der Zweierbob-Weltmeister auch der unumschränkte König des Kontinents im kleinen Schlitten. Damit ist "Friedrich der Große" der Mann, den es bei der Heim-WM am Königssee im Februar zu schlagen gilt.

Bei den gleichzeitig als Weltcup ausgetragenen Titelkämpfen im Sauerland sicherte sich der Oberbärenburger mit Anschieber Thorsten Margis sein zweites EM-Gold nach 2015 und distanzierte dabei Vize-Weltmeister Johannes Lochner auf dem Silberrang nach zwei Läufen um 0,71 Sekunden. Bronze ging an den Letten Oskars Kibermanis (+0,77).

"Wir hatten einen guten Speed heute. Oben waren wir sehr gut unterwegs und haben uns da den Sieg verdient", sagte Friedrich.

Enttäuschend war dagegen das Abschneiden von Nico Walther mit EM-Rang zehn (+1,57). Auch weitere große Namen zeigten Schwächen: Weltcup-Spitzenreiter Won Yunjong, der als Südkoreaner bei der EM aus der Wertung fiel, etwa wurde lediglich Achter der Tageswertung.

Friedrich und seine Teamkollegen präsentieren sich in diesem schwierigen vorolympischen Winter insgesamt weiter in eindrucksvoller Form - obwohl das Jahr im Zeichen ausgiebiger Materialtests steht und vor der Saison Cheftrainer Christoph Langen sowie die Leistungsträger Maximilian Arndt und Anja Schneiderheinze abtraten. Die Form auch mit Blick auf die Heim-WM am Königssee im Februar stimmt.

Sensation auch bei den Frauen möglich

Auch bei den Frauen besteht Anlass zur Hoffnung auf eine Überraschung, nachdem Mariama Jamanka sich sensationell den Europameister-Titel sicherte. Die 26-Jährige vom BRC Thüringen musste sich mit ihrer Anschieberin Annika Drazek bei der vierten Weltcupstation nur der Amerikanerin Elana Meyers Taylor geschlagen geben, deren Ergebnis nicht in die EM-Wertung einging.

Bei 14 Europameisterschaften seit der Frauen-Premiere 2004 ging der Titel damit zum 13. Mal nach Deutschland.

Am Sonntag wird beim Weltcup im Sauerland der Nachfolger des zurückgetretenen Vierer-Europameisters Arndt (Oberhof) gesucht (ab 16.00 Uhr). Nach Platz drei in Whistler und seinem Sieg in Altenberg in der Vorwoche gilt Lochner als aussichtsreichster Kandidat aus dem deutschen Team.

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