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Fragen und Antworten zur Deutschen Eishockey Liga (DEL)

Fragen und Antworten zur Deutschen Eishockey Liga (DEL)
Von SID

07/09/2017 um 11:07Aktualisiert 07/09/2017 um 11:12

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) startet am Freitag in ihre 24.

Saison. Der Sport-Informations-Dienst (SID) beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was steht an?

Die 14 Klubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gehen am Freitag in die 24. Saison. Sie kämpfen um die 98. deutsche Meisterschaft.

Wie wird gespielt?

In einer Doppelrunde mit insgesamt 52 Spieltagen werden die Play-off-Teilnehmer ermittelt. In der maximal fünfminütigen Verlängerung wird mit Drei gegen Drei gespielt. Die ersten Sechs stehen im Viertelfinale. Die Teams auf den Plätzen sieben bis zehn ermitteln im Modus "best of three" die letzten beiden Viertelfinalisten. Danach geht es im Modus "best of seven" bis zum Titelgewinn - vier Siege sind notwendig, um eine Runde weiterzukommen und am Ende Meister zu werden.

Wer sind die Favoriten?

Red Bull München peilt in seiner achten DEL-Saison bereits den Hattrick an. Nach den Titeln 2016 und 2017 ist der Meister wieder das Maß aller Dinge. Der exquisite Kader wurde noch einmal verstärkt - unter anderem mit Nationalspieler Patrick Hager (Köln). Die Adler Mannheim, die überraschend schon im Viertelfinale scheiterten, stehen personell kaum nach. Die Kölner Haie haben mit Weltenbummler Felix Schütz Hagers Abgang hochkarätig aufgefangen. Und beim Vizemeister Grizzlys Wolfsburg ist Kontinuität Trumpf.

Wer sind die Stars?

Ein besonderes Duell liefern sich die besten Torjäger. Der Nürnberger Patrick Reimer (34) liegt in der "ewigen" Rangliste mit 305 Treffern drei Tore vor Münchens Meisterkapitän Michael Wolf (36). "Patrick wird am Schluss gewinnen, weil er ein bisschen jünger ist und in den letzten Jahren das eine oder andere Tor mehr geschossen hat", sagt Wolf. Im Blickpunkt stehen auch die langjährigen NHL-Profis Christian Ehrhoff (Köln) und Marcel Goc (Mannheim).

Wer ist neu?

Nach einer Eishockey-Weltreise ist Felix Schütz in die DEL zurückgekehrt. Der Nationalspieler stand in Kanada, den USA, Russland, Lettland und Schweden auf dem Eis, jetzt will er mit Köln deutscher Meister werden. Als großes Talent in der NHL galt vor zehn Jahren Devin Setoguchi. Nach einem starken Karrierestart fiel der Kanadier tief - Alkohol, Depressionen, noch mehr Alkohol. Nach Entzug und einem letzten Versuch in der NHL will der 30-Jährige in Mannheim die Liebe zum Eishockey wiederfinden.

Was kostet es?

Der Großteil der 14 Klubs hat mehr investiert als im Vorjahr. Hinter dem Krösus München mit einem geschätzten Gesamtetat von 12,5 Millionen Mark planen fünf weitere Klubs achtstellig: Mannheim (12,2), Köln (11,5), Berlin (11,2), Nürnberg (10,4) und Ingolstadt (10,1). Das kleinste Budget hat der letztjährige Neuling Bremerhaven (4,1). Die billigsten Tickets gibt es in Wolfsburg (vier Euro Stehplatz Kinder), die teuersten in Nürnberg (54 Euro Haupttribüne). (Quelle: Eishockey News)

Wer überträgt die Spiele?

Wie in der Vorsaison wird jedes DEL-Spiel live übertragen. Die Deutsche Telekom zahlt dafür pro Saison rund 3,5 Millionen Euro. Die Spiele sind in HD als Livestream über TV, PC, Tablet oder Smartphone zu sehen - für Telekom-Kunden kostenlos, für alle anderen gegen monatliche Gebühren. Sport1 zeigt mindestens 40 Spiele im Free-TV.

Worauf muss man besonders achten?

Bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang im Februar fehlen die NHL-Profis. Bundestrainer Marco Sturm nimmt deshalb die DEL-Spieler besonders unter die Lupe, denn sie werden das Team für Südkorea bilden. "Sie müssen sich in den Vereinen beweisen", fordert Sturm.

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