SID

Eiskunstlaufen: Aljona Savchenko und Bruno Massot haben große Ziele für die neue Saison

Mit altem Glanz zu neuen Siegen: Savchenko/Massot haben Titel im Visier
Von SID

03/11/2016 um 11:18Aktualisiert 03/11/2016 um 12:34

Wenn Aljona Savchenko von ihrer neuen Kür erzählt, gerät sie ins Schwärmen und ihre Augen funkeln. "Ich liebe dieses neue Programm. Irgendwie ist es magisch", sagt die fünfmalige Paarlauf-Weltmeisterin, die mit ihrem Partner Bruno Massot am Wochenende in Moskau (4. bis 6. November auf Eurosport 2) klar favorisiert in die vorolympische Grand-Prix-Saison startet.

Der Romantik-Song des kanadischen Komponisten Patrick Watson geht dem Publikum schnell ins Ohr, die anspruchsvolle Choreographie den WM-Dritten aber ganz schön in die Beine. Savchenko: "Es sind manchmal nur Kleinigkeiten, aber sie machen viel Arbeit. Es ist eben nicht nur laufen und springen."

Und zur aus dem Eistanz entlehnten Ästhetik müssen auch noch die Höchstschwierigkeiten kommen, um tatsächlich den ersten gemeinsamen internationalen Titel einzufahren. Knackpunkt dieses Winters dürfte der dreifache Wurfaxel und eventuell der vierfache Wurfsalchow sein, dem es indes noch an der notwendigen Stabilität fehlt.

Mit vielen Facetten punkten

Gewollter Kontrast zur eher getragenen "Lighthouse"-Kür ist das knackige Kurzprogramm, der Lindy-Hop "That Man", interpretiert von der niederländischen Sängerin Caro Emerald. Möglichst unterschiedliche Facetten zeigen, auch das kann bei den Preisrichtern zusätzliche Punkte herauskitzeln.

Schließlich ist die internationale Konkurrenz immens stark, auch wenn die Olympiasieger Tatjana Wolososchar und Maxim Trankow aus Russland in dieser Saison eine Babypause einlegen.

Video - Evgenia Medvedeva läuft zum WM-Titel

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Eigene Kinder sind für die ehrgeizige Aljona noch kein Thema, obwohl die gebürtige Ukrainerin im August in Oberstdorf den Briten Liam Cross heiratete. Der Schotte ist nun stets an der Seite der 32-Jährigen und stärkt als "Personal Coach" das Selbstvertrauen seiner Ehefrau.

"Wie in einer Großfamilie"

Für die sportliche Vorbereitung ist nach wie vor Alexander König zuständig. Der ehemalige Paarläufer lässt seinem Paar deutlich mehr Freiheiten als es Trainerkollege Ingo Steuer mit Savchenko und ihrem langjährigen Partner Robin Szolkowy tat. König: "Es ist ein bisschen wie in einer Großfamilie."

Und deshalb hilft Savchenko Massot nicht nur auf dem Eis, sondern auch bei dessen Problemen mit der deutschen Sprache. Schließlich muss der Franzose im kommenden Jahr seinen Einbürgerungstest bestehen, um rechtzeitig vor den Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang seinen deutschen Pass zu erhalten. Ohne dieses offizielle Dokument ist der 27-Jährige nicht für Deutschland startberechtigt.

Denn die ersehnte Goldmedaille ist für Savchenko im fünften Anlauf das letzte ganz große sportliche Ziel. Bisher sprangen "nur" die Plätze 15, sechs, drei und drei heraus. Und so will die Blondine "auf keinen Fall aufhören."

Der Rostelecom Grand Prix in Moskau live im TV:

Freitag, 4. November: 12:45 - 16:00 Uhr, Eurosport 2

Samstag, 5. November: 12:00 - 15:45 Uhr, Eurosport 2

Sonntag, 6. November: 13:00 -15:30 Uhr, Eurosport 2

Video - Der Auftritt der Weltmeister

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