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Eiskunstlauf-WM: Medwedewa verteidigt Titel - Rang 19 für Schott

Medwedewa schwebt zum Titel - Olympiaticket für Schott
Von SID

31/03/2017 um 21:17Aktualisiert 31/03/2017 um 21:47

Souveräne Titelverteidigung für Jewgenija Medwedewa, deutsches Olympiaticket dank Nicole Schott: Mit Rang 19 hat die Schott bei den Weltmeisterschaften in Helsinki der Deutschen Eislauf-Union (DEU) einen olympischen Startplatz für 2018 gesichert und damit die Verbandsvorgabe erfüllt. Durch eine kämpferische Kür verbesserte sich die 20-Jährige um fünf Plätze.

Als 24. im Kurzprogramm war Schott gerade noch in die Medaillenentscheidung gerutscht. Der Schützling von Trainer Michael Huth kam sturzfrei durch das Programm, musste allerdings einen dreifach geplanten Flip doppeln und konnte eine Dreifach-Dreifach-Sprungkombination nicht zu Ende bringen.

Eine Klasse für sich war in der finnischen Hauptstadt Jewgenija Medwedewa. Die 17 Jahre alte Europameisterin aus Russland schwebte förmlich über das Eis der Hartwall-Arena und wiederholte mit 233,41 Punkten ihren Vorjahreserfolg. Mit deutlichem Abstand folgten die Kanadierinnen Kaetlyn Osmond (218,13) und Gabrielle Daleman (213,52).

Nach einer wahren Zitterpartie hatten bereits am Nachmittag die Eistänzer Kavita Lorenz und Joti Polizoakis das Kürfinale erreicht. Die Oberstdorfer nehmen nach dem Kurztanz den 20. Platz ein, exakt 20 Tanzpaare wurden zur Medaillen-Entscheidung am Samstag (15:30 Uhr Bei Eurosport1) zugelassen.

An der Spitze feierten die Kanadier Tessa Virtue und Scott Moir nach fast dreijähriger Wettkampfpause ein überragendes Comeback. Die Olympiasieger von 2010 setzten sich mit 82,43 Punkten weit deutlicher als erwartet von der Konkurrenz ab. Die zweitplatzierten Europameister Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron aus Frankreich (76,89) dürften es sehr schwer haben, ihren Titel noch erfolgreich zu verteidigen.

Mit der Platzierung konnten die deutschen Meister gerade noch so zufrieden sein, mit ihrer Punktzahl nicht. 57,10 Zähler vergaben die Juroren, mehr als fünf Punkte weniger als ihr Bestwert im vorolympischen Winter. Dem Publikum in der Hartwall-Arena indes gefiel der Vortrag, vielleicht wegen der populären Musik von Michael Jackson.

"Manchmal war ich ein bisschen wackelig", gab Polizoakis zu. Seine Partnerin wollte über die Notengebung nicht sprechen: "Darüber entscheiden die Preisrichter. Aus meiner Sicht haben wir keine Fehler gemacht."

Die führenden Kanadier, die nach ihrer olympischen Silbermedaille 2014 in Sotschi mehr als zwei Jahre eine Auszeit vom Wettkampfsport genommen hatten, genossen ihren gelungenen Auftritt. "Bei dem ganzen Comeback-Druck hatten wir einfach Spaß auf dem Eis", sagte Moir, seine Partnerin ergänzte: "Wir mussten uns gegenüber früher verbessern, das Niveau ist gestiegen."

Die Welttitelkämpfe werden am Samstag mit der Kür der Herren fortgesetzt. Einziger deutscher Starter ist Paul Fentz aus Berlin.

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