ERC

ERC: Kajetan Kajetanowicz bei Lettland-Ralley vor dem großen Coup

ERC Liepaja: Titelshowdown in Lettland

16/09/2016 um 16:35Aktualisiert 16/09/2016 um 16:40

Die Rallye-Europameisterschaft (ERC) könnte bereits an diesem Wochenende in Lettland entschieden werden. Vor der Rallye Liepaja hat Kajetan Kajetanowicz 76 Punkte Vorsprung auf Alexej Lukjanuk. Das bedeutet, dass der Pole nur noch drei Zähler sammeln muss, um erfolgreich seinen EM-Titel zu verteidigen. Wie schwierig das aber sein kann, zeigte die vergangene Rallye in Tschechien.

Eurosport Player : Verfolgen Sie das ganze Event live

Jetzt bei Eurosport

Bei der Rallye in Barum hatte Kajetanowicz am ersten Tag ein Motorproblem und Lukjanuk machte in der letzten Prüfung einen folgenschweren Fehler. Beide verpassten damit die Top 10.

Die Teamwertung wurde bereits in Tschechien von der Lotos-Mannschaft gewonnen. In Liepaja wird "Kajto" wie gewohnt mit seinem Ford Fiesta R5 angreifen. Dagegen wechselt Konkurrent Lukjanuk das Fahrzeug und tritt mit seinem eigenen Mitsubishi Lancer Evo X an, um Geld für das nächste Jahr zu sparen. Obwohl er damit in der ERC2-Wertung antritt, muss das kein Nachteil sein, denn im Vorjahr war der Lancer auf den langen Geraden ein Vorteil. Lukjanuk holte sich damals den Sieg in Estland.

Lukjanuk will Kajetanowicz in die Suppe spucken

"Für uns ist es wichtig, dass wir in Lettland dabei sind. Mit diesem Auto können wir immer noch ein gutes Ergebnis holen", zeigt sich Lukjanuk zuversichtlich. "Wir haben in diesem Jahr alles gegeben, aber manchmal hat es nicht funktioniert", denkt er an mehrere Missgeschicke.

"Man gewinnt aber keine Pokale, wenn man zuhause sitzt."

Die Rallye Liepaja ist seit 2013 Teil der Europameisterschaft, aber in diesem Jahr sind die Voraussetzungen anders. Normalerweise wurde im Februar auf Schnee und Eis gefahren, aber in diesem Frühjahr musste die Rallye in den Herbst verschoben werden. Temperaturen um die 20 Grad sind vorhergesagt. Der Schotterlauf wird bis 2019 Teil der EM bleiben, der Vertrag wurde erst vor wenigen Wochen verlängert.

Junioren: Ingram oder Griebel?

Am Freitag findet das Qualifying und die Auswahl der Startpositionen statt. Die erste Etappe führt am Samstag über sieben Wertungsprüfungen und 102,78 Kilometer. Am Sonntag finden die weiteren sechs WPs über 100 Kilometer statt.

Die Entscheidung in der Juniorenmeisterschaft fällt in Lettland definitiv. Chris Ingram hat 31 Punkte Vorsprung auf Opel-Junior Marijan Griebel. Da die besten vier Ergebnisse von sechs Starts zählen, verringert sich dieser Vorsprung auf 14. Wenn entweder Ingram oder Griebel gewinnt, hat der erfolgreiche Fahrer den Titel sicher.

"Die Ausgangssituation ist nicht ideal", gesteht Griebel. "Ich muss gewinnen, und in Lettland erwartet uns starke Konkurrenz – nicht nur aus den eigenen Reihen, sondern auch durch die schnellen Osteuropäer. Aber das spornt uns nur noch mehr an. Immerhin brauchen wir keine Zeit und Energie mit taktischen Überlegungen vergeuden. Wir haben bei unseren starken Auftritten in Polen, auf den Azoren und in Estland gesehen, dass wir auch auf Schotter ein gutes Gefühl in unserem Adam R2 haben und voll konkurrenzfähig sind. Wir nehmen die Herausforderung also an und werden in Lettland voll angreifen!"

0
0