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Rallye Liepaja: Ralfs Sirmacis dominiert auf heimischem Boden

Sirmacis dominiert auf heimischem Boden

17/09/2016 um 23:37Aktualisiert 17/09/2016 um 23:49

Lokalmatador Ralfs Sirmacis setzt seine sensationelle Vorstellung auf internationaler Bühne fort und führt nach der ersten Etappe der Rallye Liepaja. An diesem Wochenende macht die Rallye-Europameisterschaft Station in Lettland, der Heimat Sirmacis. Der Skoda-Fahrer enttäuschte seine Fans auch nicht und stellte in den ersten fünf Wertungsprüfungen Bestzeiten auf.

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Erst in der kurzen Superspecial "Great Amber", die am späten Nachmittag zweimal befahren wurde, war Alexey Lukjanuk der Schnellste.

Dennoch beendet Sirmacis die erste Etappe mit komfortablen 30,7 Sekunden Vorsprung an. "Es ist ein sehr schönes Gefühl", sagt der 22-Jährige.

" Aber wir dürfen nicht nachlassen und müssen auch morgen angreifen."

Zunächst bahnte sich am Vormittag ein Duell zwischen Sirmacis und Lukjanuk um die Führung an. Sirmacis legte das Tempo vor, aber Lukjanuk blieb dran.

Kajetanowicz im Schongang

Erst in WP3 verbremste sich Lukjanuk an einer Abzweigung und verlor mehrere Sekunden. Über den Nachmittag wuchs sein Rückstand kontinuierlich an. Lukjanuk setzt in Lettland seinen alten Mitsubishi Lancer Evo X ein, den er zum ersten Mal seit der Rallye Estland im Vorjahr fährt. Deshalb musste sich der Russe erst auf das Fahrverhalten und die Bremsen einstellen, denn der Lancer ist deutlich schwerer als ein R5.

Deshalb sagt Lukjanuk:

" Die Zeiten sind unglaublich, die wir mit diesem schweren Auto gefahren sind."

Für Kajetan Kajetanowicz (Ford) geht es in Lettland in erster Linie darum, die Rallye problemlos zu beenden. Dann wäre er praktisch Europameister. Deshalb fuhr der Pole am Samstag nicht am absoluten Limit, doch es traten dennoch technische Probleme auf. In WP3 stieg die Wassertemperatur und in WP4 machte die Servolenkung Schwierigkeiten, weshalb "Kajto" kurz anhalten und das Auto neu starten musste. Mit 45,9 Sekunden Rückstand übernachtet Kajetanowicz auf Platz drei. Er setzte sich knapp im Duell gegen Sim Plangi (Mitsubishi) durch.

Junioren: Griebel hauchdünn vor Ingram

Extrem spannend ging es bei den ERC-Junioren zu. Marijan Griebel und Chris Ingram lieferten sich ein enges Duell um die Führung. Wer von den beiden in Lettland gewinnt, ist Junioren-Europameister. Beide sitzen am Steuer eines Opel Adam R2. Zunächst legte Ingram das Tempo vor und führte nach der Vormittagsschleife mit 8,8 Sekunden Vorsprung, doch dann wurde Griebel schneller und verkürzte nach WP5 seinen Rückstand auf 0,4 Sekunden.

Dann wechselte die Spitze in der Superspecial am Abend. Griebel war beide Male einen Tick schneller als Ingram und eroberte die Führung. Der Deutsche hat aber nur sieben Zehntelsekunden Vorsprung. "Es sieht so aus, dass die Rallye morgen wieder von vorne beginnt", lacht Ingram beim Blick auf das Ergebnis. Stark ist auch Julius Tannert unterwegs, der nur fünf Sekunden hinter Griebel und Ingram den dritten Platz bei den Junioren hält. Am Sonntag stehen noch zwei Schleifen zu je drei Prüfungen auf dem Programm.

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