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Fechten: Tauberbischofsheim drohen deutliche Einschnitte

Fechten: Tauberbischofsheim drohen deutliche Einschnitte
Von SID

01/12/2016 um 14:55

Auf die einstige Fecht-Hochburg Tauberbischofsheim könnten in Zukunft deutliche Einschnitte zukommen.

Nach Informationen des SWR sollen im Zuge der geplanten Spitzensportreform die Fördermittel für den dort ansässigen Olympiastützpunkts ab 2018 um etwa 20 Prozent gekürzt werden. "Davon wissen wir bisher nichts, ab Januar sollen intensive Gespräche geführt werden", sagte OSP-Leiter Matthias Behr dem SID: "Es ist aber klar, dass wir Olympiastützpunkt bleiben."

Doch auch in der neu geplanten Trägergesellschaft, in der die vier baden-württembergischen Olympiastützpunkte Tauberbischofsheim, Freiburg-Schwarzwald, Heidelberg und Stuttgart zusammengefasst werden sollen, droht womöglich ein Einflussverlust. Der SWR berichtete, dass Tauberbischofsheim im dortigen Leitungsstab angeblich keine Stimme mehr haben soll. "Das habe ich noch nicht so vernommen. Das ist final noch nicht entschieden", sagte Behr.

Seit Jahren hat Tauberbischofsheim mit einem sportlichen Bedeutungsverlust zu kämpfen. Erst am Mittwoch hatte IOC-Präsident Thomas Bach, der in Tauberbischosheim einst selbst trainierte und 1976 in Montreal Team-Olympiasieger wurde, sich mit Sorge zu seiner alten sportlichen Heimat geäußert.

"Was in Tauberbischofsheim und in meinem geliebten Fechtsport passiert, kann man diplomatisch mit dem Satz zusammenfassen: I am not amused." Es sei traurig zu sehen, wie die Leistungsdichte im deutschen Fechtsport in den letzten Jahren nachgelassen habe, sagte Bach dem SWR. Bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro hatten die deutschen Fechter erstmals seit 36 Jahren keine Olympiamedaille gewonnen.

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