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Formel 1: Ferrari erneuert Ausstiegsdrohung

Ferrari erneuert Ausstiegsdrohung an Formel 1

03/12/2017 um 10:52Aktualisiert 03/12/2017 um 12:50

Ferrari-Präsident Sergio Marchionne hat seine Drohung an Formel-1-Besitzer Liberty Media, im Falle nicht-genehmer Regeländerungen ab 2021 aus der Königsklasse auszusteigen, erneuert. Bei der Präsentation der Kooperation Saubers und Alfa Romeos am Samstag in Mailand ließ er auch versöhnliche Töne anklingen. "Der Dialog hat begonnen und wird weitergehen", erklärt Marchionne.

Heißt: Grundsätzlich befürwortet Marchionne einen Formel-1-Verbleib, doch nur zu seinen Bedingungen. Deshalb verkneift sich der FIAT-Boss das Poltern nicht: "Die Gefahr, die Formel 1 zu verlassen, ist eine ernste", droht er. Die Rede ist offenbar nicht nur von dem werksseitigen Engagement der Scuderia, sondern auch von Alfa Romeos Sponsoring und Technikpartnerschaft bei Sauber:

"Der Vertrag läuft Ende 2020 respektive Anfang 2021 aus. Dann, wenn Ferrari aussteigen könnte."

Marchionne unterstreicht damit die Ansage, mit der er vor einigen Wochen Stimmung gegen den gemeinsamen Entwurf neuer Motorenregeln durch Liberty und die FIA gemacht hatte - woraufhin sich Formel-1-Sportchef Ross Brawn gesprächsbereit zeigte: "Wir sollten eine Lösung finden, die gut für den Sport ist. Wir müssen aber Dinge, die wir nicht hinnehmen können, klar ansprechen", findet Marchionne.

Ferrari hatte nach Mercedes und Renault Kritik am neuen Motorenreglement der Formel 1 für 2021 angemeldet. Marchionne drohte mit Rückzug, sollte sich der Sport sich "in eine falsche Richtung" entwickeln. Geplant sind unter anderem die Abschaffung der Hybridkomponente MGU-H, eine Erhöhung des Drehzahllimits für besseren Sound, strengere Vorschriften für das Innenleben der Triebwerke und einheitliche Energiespeicher.

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