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Formel 1: Sebastian Vettel im Ferrari auf der Pole Position beim GP Singapur

Vettel rast zur Pole in Singapur
Von SID

16/09/2017 um 16:04Aktualisiert 16/09/2017 um 17:41

Sebastian Vettel hat sich die Pole Position beim Großen Preis von Singapur gesichert und damit gute Chancen auf die Rückkehr an die Spitze des WM-Fahrerwertung. Der Ferrari-Pilot setzte sich im Qualifying am Samstag vor dem Red-Bull-Duo Max Verstappen (Niederlande) und Daniel Ricciardo (Australien) durch. Sein Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen (Finnland) wurde Vierter.

WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (Großbritannien) belegte lediglich den fünften Startplatz für das Rennen am Sonntag (14:00 im Liveticker).

Die Erleichterung stand Vettel ins Gesicht geschrieben.

"Ich bin noch voller Adrenalin, ich muss erstmal runterkommen", sagte der immer noch zitternde Vettel nach seiner Traumrunde, mit der er die 49. Pole Position seiner Karriere holte:

"Wir hatten die ganze Zeit Probleme mit dem Auto. Keine Ahnung, woher diese Rundenzeit jetzt kam. Das Auto war schwierig, aber es wurde besser und besser über die Nacht. Ich liebe diese Strecke, jetzt bin ich nur glücklich."

In 1:39,491 Minuten distanzierte der Heppenheimer das zuvor so starke Red-Bull-Duo Max Verstappen (Niederlande) und Daniel Ricciardo (Australien) um mehr als drei Zehntelsekunden. Bis zum Qualifying hatten die Red Bulls alle Trainings-Sessions dominiert, doch Vettel schlug im richtigen Moment zurück und verhinderte die erste Red-Bull-Pole seit Monaco 2016.

Stadtkurs liegt Ferrari

Auf Platz vier schob sich Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen (Finnland), Hamilton wird das Rennen nur als Fünfter in Angriff nehmen. Auf der Highspeed-Strecke in Monza war Ferrari Mercedes vor zwei Wochen noch hoffnungslos unterlegen gewesen, dadurch verlor Vettel die WM-Führung erstmals in dieser Saison an Hamilton und liegt nun drei Punkte hinter dem Briten. Der enge Stadtkurs in der asiatischen Finanzmetropole kommt der Scuderia allerdings deutlich mehr entgegen, Vettel gilt als Favorit - und hat ohnehin eine ganz besondere Beziehung zu Singapur: Mit bislang vier Triumphen ist der Deutsche hier Rekordsieger, schon zum vierten Mal steht er nun auf der Pole.

Und diese ist in Singapur immens wichtig. Sieben von neun Siegen gingen bislang an den Pole-Setter, selbst mit den fast garantierten Safety-Car-Phasen ist das Überholen aufgrund der 23 Kurven und sehr kurzen Geraden extrem schwer. Dennoch glaubt Vettel noch nicht daran, dass er die WM-Führung am Sonntag sicher innehaben wird:

"Morgen wird ein langes Rennen, und auch die Mercedes-Jungs sind sehr schnell."

Womöglich ist Singapur für Vettel daher auch die letzte Chance, im Kampf um seine fünfte Weltmeisterschaft entscheidend zurückzuschlagen. Die übrigen sechs Rennen sind von den Streckenprofilen her zwar nicht eindeutig einem Team zuzuschreiben, sollten aber eher Mercedes entgegenkommen.

Den gesamten Freitag über hatte Vettel mit fehlendem Grip gehadert, hatte nicht die richtige Balance gefunden. "Wir müssen noch etwas am Auto tüfteln", lautete die Ansage für die Nacht.

Red Bull kündigt Ferrari den Kampf an

Am Samstagabend war Vettel bei tropischen 28 Grad und 70 Prozent Luftfeuchtigkeit dann deutlich besser unterwegs, lag aber auch in den ersten beiden Qualifying-Abschnitten hinter Verstappen. "Wir waren in jeder Session am Schnellsten, außer in der entscheidenden. Aber wir sind trotzdem glücklich mit den Plätzen zwei und drei. Hoffentlich können wir Ferrari morgen einen harten Kampf liefern", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner bei Sky.

Dass es für Vettel am Sonntag ungemütlich wird, kündigte auch Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko an: "Unseren beiden Fahrer wissen, dass sie ein Auto haben, mit dem sie gewinnen können. Und anders als Vettel kann ihnen der WM-Kampf egal sein."

Renault-Pilot Nico Hülkenberg aus Emmerich war - wie zuvor erhofft - der beste Fahrer außerhalb der drei Topteams und wird von Rang sieben starten. Der Worndorfer Pascal Wehrlein wurde im unterlegenen Sauber Vorletzter.

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