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Tests in Bahrain: Mercedes-Pilot Valtteri Bottas trotz Problem Schnellster

Bottas bei Tests in Bahrain Schnellster

19/04/2017 um 19:10Aktualisiert

Valtteri Bottas sicherte sich am zweiten und letzten Tag der Testfahrten nach dem Grand Prix von Bahrain die Bestzeit. Der Mercedes-Pilot umrundete den Kurs in der Sachir-Wüste insgesamt 17 Mal und wurde in seinem schnellsten Versuch in 1:31.280 Minuten gestoppt. Damit hatte er am Ende der neunstündigen Session 0,294 Sekunden Vorsprung auf Sebastian Vettel (Ferrari).

Beide kamen jedoch nicht ganz problemfrei über die Runden. Bottas löste gegen Mittag die einzige rote Flagge des Tages aus, konnte aber kurz darauf schon wieder ins Testgeschehen eingreifen.

Die Ursache für das Ausrollen ist vorerst nicht bekannt. Vettel wiederum drehte am Vormittag nur wenige Runden und verbrachte viel Zeit an der Box. Am Nachmittag kam er besser ins Fahren und schaffte noch 64 Runden.

Der sportliche Wert des Ergebnisses ist jedoch vernichtend gering, denn die Tagesbestzeit blieb um zweieinhalb Sekunden hinter der Pole-Position vom Samstag zurück. Das mag zum Teil damit zu tun haben, dass die Strecke am Samstagabend unter Flutlicht etwas schneller war - vor allem aber haben sich die Teams darauf konzentriert, Updates zu testen und Daten zu sammeln.

Honda rüstet auf

Bei Honda zum Beispiel waren neue Antriebskomponenten an Bord, die zumindest einen soliden ersten Eindruck hinterlassen. Stoffel Vandoorne legte - zwar auch nicht ohne Unterbrechungen - 81 Runden zurück und schob sich fünf Minuten vor Ende der Session noch auf den vierten Platz nach vorne. Rückstand auf Bottas: 0,828 Sekunden.

Auch Renault feilte an jenen Antriebs-Updates, die in Barcelona eingeführt werden könnten. Carlos Sainz (Toro Rosso/+0,604) belegte damit den dritten Platz. Bei Haas wurden die Bremsen-Vergleichstests zwischen den Zulieferern Brembo (mit denen es zuletzt Probleme gab) und Carbone Industrie fortgesetzt. Kevin Magnussen (+0,840) sicherte sich Platz fünf.

Nach Bottas spulte übrigens Gary Paffett die meisten Runden ab. Der ehemalige DTM-Fahrer in Diensten des Williams-Teams absolvierte 126 Umläufe und hatte als Achter letztendlich weniger als eine Sekunde Rückstand. Hinter ihm auf P9 und P10: die Testfahrer Sergei Sirotkin (Renault/+1,007) und Pierre Gasly (Red Bull/+1,288).

Und Pascal Wehrlein lieferte den endgültigen Beweis ab, dass er wieder hundertprozentig fit ist. Nach der starken Vorstellung im Rennen am Sonntag legte er heute weitere 91 Runden zurück. Zwar fehlten auf die Bestzeit 3,182 Sekunden, aber auf die Stoppuhr achtete ohnehin kaum jemand.

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