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Formel 1 in Japan: Sebastian Vettel schwänzt Hymne und ist eine Verwarnung von Strafe entfernt

Hymne geschwänzt: Vettel eine Verwarnung von Strafe entfernt

08/10/2017 um 14:09

Sebastian Vettel steht nur eine Verwarnung von einer Startplatzstrafe entfernt. Der Ferrari-Pilot hatte im Vorfeld des Großen Preises von Japan eine Verwarnung erhalten, weil er die Hymnen-Zeremonie vor dem Rennen verpasst hatte, um bei seinem Auto zu bleiben, an dem seine Mechaniker fieberhaft schraubten, um ein Problem mit einer defekten Zündkerze zu beheben. Vettel fiel trotzdem früh aus.

Weil bei der Nationalhymne laut Reglement aber Anwesenheitspflicht herrscht, wurde der Deutsche für sein Fernbleiben von den Rennkommissaren verwarnt.

Diese Strafe könnte für den Ferrari-Piloten im weiteren Saisonverlauf aber noch echte Konsequenzen haben - denn wird ein Fahrer innerhalb einer Saison dreimal verwarnt, wird er laut Artikel 18.2 des Sportlichen Reglements um zehn Startplätze nach hinten versetzt.

Für Vettel war es bereits die zweite Verwarnung, damit droht ihm beim nächsten Vergehen eine Rückversetzung und das wohl endgültige K.o. im Titelkampf. Der Deutsche wurde bereits im Qualifying zum Großen Preis von Monaco verwarnt, weil er in Q3 die Linie am Ausgang der Boxengasse überfahren hatte.

Strafversetzung mit Einschränkung

Für eine Strafversetzung gibt es allerdings eine Einschränkung. "Die Rückversetzung um zehn Plätze wird nur vorgenommen, wenn mindestens zwei der drei Verwarnungen für ein Fahrvergehen ausgesprochen wurden", heißt es im Reglement.

Für den Monaco-Vorfall trifft das zu, doch das Hymnen-Vergehen gehört nicht zu den sportlichen Fehltritten. Theoretisch könnte er also auch beim nächsten Mal wieder schwänzen ...

Sportlich sollte sich Vettel in den verbleibenden vier Rennen jedoch keinen Fehler mehr erlauben.

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