Renault Sport

Renault: Laufpass für Jolyon Palmer schon nach Suzuka - Carlos Sainz Jr. kommt

Renault: Laufpass für Palmer schon nach Suzuka - Sainz kommt
Von SID

07/10/2017 um 15:54Aktualisiert 08/10/2017 um 09:32

Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg bekommt bei Renault schon ab dem kommenden Rennen in den USA einen neuen Teamkollegen. Das Werksteam gibt dem Briten Jolyon Palmer den Laufpass und ersetzt ihn durch Carlos Sainz jr aus Spanien. Das teilte Renault im Rahmen des Großen Preises von Japan mit. Damit wird der eigentlich für das Saisonende geplante Wechsel schon vier Rennen vor Schluss vollzogen.

"Das gibt mir eine gute Gelegenheit, das Team und das Auto früher als geplant kennenzulernen", sagte Sainz, der von Toro Rosso kommt. Grund für den ungewöhnlichen Vorgang dürften vor allem Palmers enttäuschende Leistungen sein. Der 26-Jährige holte in diesem Jahr acht WM-Punkte für die Franzosen, Hülkenberg bringt es auf 34.

Durch dieses Ungleichgewicht droht Renault das Ziel zu verpassen, in der Teamwertung den fünften Platz zu belegen. Die Abschlussplatzierung ist entscheidend für die Geldausschüttung an die Rennställe, Renault würden durch ein schlechtes Abschneiden Millionenzahlungen entgehen. Derzeit liegt das Werksteam mit 42 Zählern hinter Williams (66), Toro Rosso (52) und Haas (43) auf Platz acht.

Zuletzt war daher sogar über einen vorzeitigen Wechsel schon vor dem Malaysia-Rennen am vorangegangenen Wochenende spekuliert worden. Palmer dürfte für die Auflösung seines Vertrages nun eine hohe Abfindung erhalten. Den freien Platz von Sainz bei Toro Rosso wird jetzt wieder Daniil Kwjat einnehmen. Der Russe hatte das Team zuletzt zugunsten des jungen Franzosen Pierre Gasly verlassen müssen.

Für das US-Rennen in Austin ergibt sich allerdings ein Engpass bei Toro Rosso, dem Ausbildungsteam von Red Bull steht nur ein Fahrer zur Verfügung. Denn Gasly tritt in dieser Saison auch in der japanischen Super Formula an und hat dort am gleichen Wochenende noch die Chance auf die Meisterschaft.

"Honda will, dass Gasly für sie im Super-Formula-Finale den Titel holt", sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko bei auto motor und sport: "Da müssen wir uns wohl einen anderen Fahrer für dieses Rennen suchen." Möglicher Kandidat wäre der Russe Sergej Sirotkin.

Video - Michael Schumacher: Der größte Formel-1-Fahrer aller Zeiten

01:46
0
0