SID

"Zu hart": Red Bull kritisiert Strafe gegen Max Verstappen

"Überhart": Red Bull kritisiert Verstappen-Strafe

31/07/2017 um 10:48Aktualisiert 31/07/2017 um 10:58

Die Red-Bull-Mannschaft hat das Strafmaß für Max Verstappens Kollision mit Teamkollege Daniel Ricciardo beim Ungarn-Grand-Prix kritisiert. Wie Motorsport-Berater Helmut Marko erklärt, hätte die Rennleitung wohl aufgrund zurückliegender Vorfälle mit Beteiligung des Niederländers härter durchgegriffen als sie es hätte tun müssen.

"Es war eine überharte Strafe", moniert er die Zehn-Sekunden-Buße, "aber das hat vielleicht etwas mit der Vergangenheit zu tun, als er ungestüm war."

Die Offiziellen hätten die Möglichkeit genutzt, um ein Exempel zu statuieren, findet Marko - um doch zu bekennen, dass das Eingreifen der FIA grundsätzlich gerechtfertigt war. Eine niedrigere Sanktionsstufe hätte er abgenickt. "Fünf Sekunden wären völlig ausreichend gewesen", erklärt der Grazer.

Horner: "Solche Dinge passieren"

Teamchef Christian Horner dagegen deutet an, dass er sich einen kompletten Verzicht auf eine Strafe gewünscht hätte. "Wir haben über Rennunfälle gesprochen und ich sehe es als einen solchen", argumentiert der Brite und führt eine Geste Verstappens direkt nach dem Crash in den Ricciardo-Kühler ins Feld: "Max hat die Hand gehoben und sich bei seinem Teamkollegen entschuldigt. Daniel hat diese Entschuldigung akzeptiert. Solche Dinge passieren", so ein auffällig entspannter Horner.

Schließlich haben seine Piloten seine Nerven zuletzt geschont - trotz Duellen auf Messers Schneide: "Zwölf Monate lang ist gar nichts vorgefallen, obwohl sie sich so oft nahe gekommen sind. Es ist frustrierend." Horner hätte sich gewünscht, dass die Rennleitung in Betracht gezogen hätte, dass seine Truppe durch die Aktion gestraft genug gewesen ist. "Es ist etwas anderes, wenn es mit dem Teamkollegen passiert", sagt er. Schließlich waren mögliche Ricciardo-Punkte ohnehin futsch.

"Unverhältnismäßige" Strafe

Horner findet das Strafmaß auch ungeachtet dessen unverhältnismäßig. "Zehn Sekunden sind ziemlich heftig, verglichen mit anderen Zwischenfällen", hadert er. Offenbar geht es ihm um einen Crash beim Spanien-Grand-Prix, als Mercedes-Mann Valtteri Bottas Verstappen auf ähnliche Art und Weise in der Startkurve abräumte: "Die Stewards waren vielleicht ein bisschen eifersüchtig."

Immerhin: Die Folgen der Sanktion hielten sich in Grenzen. Verstappen fiel von Platz vier auf fünf zurück und glaubt nicht, dass er ohne die Zehn-Sekunden-Strafe etwas gegen Mercedes und Ferrari hätte ausrichten können. "Nicht viel mehr" sei drin gewesen, weiß er. "Du kannst nicht überholen. Nur an der Box."

Video - Orange is the new black: So schick sind die neuen Formel-1-Autos

01:26
0
0
Quoten präsentiert von Tipico