SID

Nach erstem Formel-3-Wochenende: Schumacher ist "insgesamt zufrieden"

Nach erstem Rennwochenende: Rookie Schumacher "insgesamt zufrieden"
Von SID

17/04/2017 um 15:51Aktualisiert 17/04/2017 um 15:53

Zweimal in den Punkten und einmal Letzter: Mick Schumacher hat ein Formel-3-Debüt mit Licht und Schatten hingelegt. Nun richtet der 18-Jährige den Blick auf die nächsten Aufgaben.

Ein kurzer Moment genügte, und ein gutes Debüt war auf einmal nur noch ein ordentliches. "Natürlich bin ich nicht glücklich über den Fehler, denn er hat mich eine bessere Platzierung gekostet", sagte Mick Schumacher nach dem dritten Rennen der Formel 3 in Silverstone:

"Aber insgesamt bin ich zufrieden mit dem Wochenende."

Mit einer Mischung aus Stolz und Selbstkritik ordnete der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher seinen ersten Auftritt in der Formel 3 ein. Nachdem er im ersten Rennen am Karfreitag als Achter und am Ostersamstag als Sechster zweimal in die Punkte gefahren war, führte ein vermeidbarer Verbremser zu einer leichten Kollision mit dem Russen Nikita Masepin und letztlich dazu, dass Schumacher das dritte Rennen am Ostersonntag als Letzter beendete.

Dennoch überwogen insgesamt die positiven Eindrücke, denn Schumacher hatte schnell gezeigt, dass er auch in der nächsthöheren Formel-Klasse konkurrenzfähig ist. "Ich reise mit einem guten Gefühl ab", sagte der 18-Jährige.

Fokus auf Rookie-Wertung

Letztlich verlief das erste Rennwochenende so, wie es Schumacher und sein italienisches Prema Powerteam erwartet hatten. Für eine Platzierung in der absoluten Spitze fehlen noch ein paar Prozent, aber in die Punkte kann Schumacher allemal fahren - wenn er sich im hektischen und beinharten Fahrerfeld schadlos hält.

Ohnehin sind die Gesamtergebnisse in den ersten Rennen eher zweitrangig. Den Fokus legt Schumacher auf die Rookie-Wertung, in der alle Formel-3-Neulinge gewertet werden. Dort belegt er nach dem Silverstone-Wochenende Rang zwei hinter dem sehr starken Lando Norris aus Großbritannien, aber vor Joey Mawson (Australien), der Schumacher im vergangenen Jahr den Meistertitel in der ADAC Formel 4 weggeschnappt hatte.

Viel lernen kann Schumacher auch teamintern - Maximilian Günther absolviert derzeit seine dritte Formel-3-Saison. Der Oberstdorfer, im vergangenen Jahr Vizemeister, gilt als heißer Anwärter auf den Titel und hat einen guten Draht zu Mick Schumacher.

Bodenständig und fokussiert

Überhaupt ist Schumacher trotz seines großen Namens bodenständig und immer höflich - wenn er sich im Fahrerlager zeigt, erfüllt er geduldig jeden Autogrammwunsch und posiert für Selfies. Kurz vor dem ersten Rennen packte er selbst mit an und schob sein Auto Richtung Strecke, während seine Konkurrenten mit der Vorbereitung beschäftigt waren.

Viel Zeit für Erholung bleibt nicht, schon am 29./30. April geht es für den Formel-Nachwuchs weiter. "Ich freue mich bereits auf die nächsten Rennen in Monza", sagte Schumacher, der an die Strecke Autodromo Nazionale gute Erinnerungen hat. Im vergangenen Jahr feierte er dort in der italienischen Formel 4 einen Sieg.

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