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RB Leipzig in der ersten Krise seiner Bundesliga-Geschichte

Dose leer? Leipziger Angst vor dem Verbocken

19/03/2017 um 13:27Aktualisiert 19/03/2017 um 16:31

Der Vorsprung auf Borussia Dortmund beträgt nur noch drei Punkte, die Leichtigkeit ist gänzlich abhanden gekommen: RB Leipzig erlebt in der Bundesliga seine erste schmerzliche Formkrise. In Bremen setzte es erneut eine Niederlage - schon die vierte im Kalenderjahr 2017. Die Überflieger sind auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Nun greift die Angst um sich.

Platz zwölf in der Rückrundentabelle. Fünf Niederlagen in den vergangenen neun Bundesliga-Spielen.

RB Leipzig weist plötzlich Werte eines ganz normalen Aufsteigers auf. Dass die "Bullen" nach wie vor auf Rang zwei stehen, ist nur der Inkonstanz der direkten Konkurrenz geschuldet.

Die Form ist abhanden gekommen, von der spielenden Leichtigkeit der ersten Saisonhälfte nicht mehr viel geblieben. Stattdessen macht sich langsam aber sicher Angst breit. Wackelt sogar noch der Champions-League-Platz?

"Wir haben immer davon gesprochen, dass wir noch lange nicht da sind!"

Auch wenn der 49-Jährige auf diese Bestätigung sicher gern verzichten würde, sein Team unterfüttert diese böse Vorahnung langsam aber sicher mit (Nicht-)Leistung.

Hat RB ein Fitnessproblem?

Der Sensationsaufsteiger befindet sich mitten in seiner ersten schmerzlichen Bundesliga-Formkrise und der Vorsprung auf Borussia Dortmund sowie 1899 Hoffenheim im Rennen um die Königsklasse schmilzt in rasantem Tempo. Nur noch drei Punkte trennen RB vom BVB, auch Hoffenheim greift mit vier Zählern Rückstand an.

"Wir erarbeiten uns das Glück momentan ein Stück zu wenig! Jetzt heißt es, die Länderspielpause gut nutzen und Kraft tanken", schlussfolgerte Hasenhüttl, der seinem Team nur ein minimales Fitnessproblem attestieren wollte. "Durch die vielen Spiele merkt man, dass der ein oder andere nicht mehr so frisch ist."

In den kommenden zwei Wochen will der Österreicher seine Jungs deshalb wieder auf Kurs bringen. Auch mental. Der Glaube an die eigene Stärke scheint mehr und mehr zu bröckeln.

Bremen Leipzig

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Sabitzer schlägt Alarm

"Wir müssen aufpassen, dass wir es nicht noch verbocken", sagte Marcel Sabitzer. Es gelte, genau zu analysieren, um nach der Länderspielpause wieder in die Spur zu finden. Tatsächlich sind vom überragenden Umschaltspiel und der überraschenden Kaltschnäuzigkeit des jungen Teams derzeit nur noch Ansätze zu erkennen.

Zwei Wochen, in denen Hasenhüttl sein Team wieder auf den erfolgreichen Weg der Hinrunde bringen will. "Uns fehlt momentan auch einfach etwas das Glück, welches wir in der Hinrunde noch hatten", weiß er.

Ein Grund dafür war sicher auch die Sperre von Mittelfeldmetronom Naby Keita. Der ist beim nächsten Spiel zuhause gegen Darmstadt 98 wieder mit dabei. Was gut ist, denn: Am Ende der Saison wollen sie sich in Leipzig nur allzu gerne mit der Champions League auseinandersetzen.

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