SID

FC Bayern München: Philipp Lahm für Trainer Carlo Ancelotti wertvoll wie nie

Von wegen "Lahm Duck": Warum Bayern seinen Kapitän jetzt dringend braucht

02/12/2016 um 08:20

Philipp Lahm wird ab 2017 Sportdirektor beim FC Bayern München: Nach dem vergangenen Wochenende und den von Karl-Heinz Rummenigge getätigten Aussagen ("Wir haben jemanden im Hinterkopf, der muss aktuell aber noch Fußball spielen") war die Zukunft des Bayern-Kapitäns für viele bereits geklärt. Urplötzlich folgte aber die Wende; Lahm soll jetzt doch bis 2018 als Spieler weitermachen. Was denn nun?

Ja, nein oder vielleicht? Diese drei Antwortmöglichkeiten erfreuen sich vor allem bei pubertierenden Jungen und Mädchen großer Beliebtheit. Aktuell aber auch beim FC Bayern: Statt der üblichen Frage ("Willst du mit mir gehen?") steht beim deutschen Rekordmeister jedoch etwas anderes zur Debatte. Die Frage lautet:

"Willst du ab Sommer 2017 bei uns Sportdirektor werden, Philipp?"
"Ich halte es für extrem wichtig, dass diese Position zeitnah bis spätestens 1. Juli besetzt wird."

Lame Duck? Von wegen!

"Ich hoffe, ich kann ihn in den nächsten Jahren trainieren. Ich denke, dass Lahm Spieler und Sportdirektor sein kann. Aber ich hoffe, dass er weiterhin für uns spielt."

Lahm als Bindeglied der Generationen

Andererseits ist Lahms Standing als Kapitän innerhalb der Mannschaft unbestritten und er ist immer noch ein enorm starker Fußballer, der dem FC Bayern ohne Frage weiterhilft - gerade in der aktuellen Situation.

Dass Lahm - wie zuletzt auch gegen Rostow und Leverkusen - eine Position in der Zentrale einnimmt, um von dort aus das Bayern-Spiel zu strukturieren, ist sehr wahrscheinlich. Gerade in Abwesenheit Alonsos und Vidals braucht es einen Mann wie Lahm, der mit seiner Präsenz dort für Ordnung sorgt.

Doch nicht nur am Samstag. Lahm kann und muss beim FC Bayern als Bindeglied der Generationen fungieren. Der Spanier Alonso ist mit seinen 35 Jahren bereits über seinem Zenit, was auch auf dem Platz immer deutlicher zu sehen ist. Nachwuchshoffnung Renato Sanches fehlt hingegen noch die Erfahrung, um beim Rekordmeister eine tragende Säule zu sein.

Ja, nein oder vielleicht? Die endgültige Antwort ist noch nicht gefallen. Aus sportlicher Sicht würde ein Kreuz in der Mitte aber sicherlich Sinn ergeben.

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