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FC Bayern startet gegen Gladbach in die "Flutlicht-Wochen" der Wahrheit

Bayern und die "Flutlicht-Wochen" der Wahrheit

19/03/2017 um 15:15

Für den FC Bayern beginnt mit dem Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach (17:30 Uhr im Liveticker) die "erleuchtende" Phase der Saison in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League. Acht der nächsten zehn Partien finden am Abend statt. Die Wahrheit liegt für München also unter dem Flutlicht.

So abgeklärt die Stars des FC Bayern auch sein mögen. Dass diese spezielle Atmosphäre immer noch einen großen Reiz auf sie ausübt, wird keiner leugnen.

Spiele unter Flutlicht haben einfach etwas.

Nach Gladbach folgen Hoffenheim, Dortmund, Real Madrid, Leverkusen, wieder Real, wieder Dortmund und Wolfsburg. Acht Mal in den nächsten zehn Partien müssen die abends ran. Nur die Bundesliga-Spiele gegen Augsburg und Mainz sind nachmittags angesetzt.

Carlo Ancelotti optimistisch

Im Idealfall hat der deutsche Rekordmeister dann Ende April seinen Vorsprung an der Bundesliga-Spitze weiter ausgebaut, steht im DFB-Pokalfinale und im Halbfinale der Champions League.

Die Vorzeichen stehen jedenfalls gut. Trainer Carlo Ancelotti gibt sich in diesen Tagen dementsprechend selbstbewusst optimistisch.

"Ich habe viel Vertrauen in meine Spieler, sie sind professionell und fokussiert. Wir haben keine Probleme, die Motivation hoch zu halten", sagte der Italiener.

Ohne Vidal und Costa

In den vergangenen drei Jahren waren die Bayern unter Pep Guardiola frühzeitig Meister geworden und hatten in den entscheidenden Spielen in der "Königsklasse" etwas die Spannung verloren. Ein Vorteil für den FCB ist in diesem Jahr, dass nahezu alle Akteure fit sind.

Beim Spiel in Gladbach muss Ancelotti lediglich auf den gesperrten Arturo Vidal und den angeschlagenen Douglas Costa verzichten, während ein Einsatz von Jérôme Boateng von Beginn an noch zu früh kommt.

Dass Gladbach noch am Donnerstag in der Europa League gegen Schalke im Einsatz gewesen war, sei nur dann "ein Vorteil", so Ancelotti, "wenn wir mit hoher Intensität spielen. Gladbach ist eine gute Mannschaft. Der neue Trainer hat sehr gut gearbeitet."

Bayern-Akku sollte voll sein

Vor allem die Laufleistung unter Dieter Hecking hat sich bei den "Fohlen" erhöht. Im Schnitt rennen sie unter ihm 119,9 Kilometer. Interessanterweise liegt diese Anzahl über dem Durchschnitt der Laufleistung der vier Teams (118,9 Kilometer), die Bayern zuletzt Punkte abluchsen konnten.

Gute Arbeit kann natürlich auch Ancelotti vorweisen. Nach einer kurzen, knackigen Einheit brach der Bayern-Tross am Samstag Richtung Gladbach auf. Thomas Müller kündigte an:

"Wir hoffen schon einen Vorteil daraus zu ziehen, dass wir eine Woche konsequent trainieren konnten, der Akku sollte voll sein. Wir werden Gas geben!"

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