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Joshua Kimmich: Lukas Podolski rät zum Wechsel - macht eine Leihe Sinn?

Podolskis Rat für Kimmich: Macht eine Leihe Sinn?

17/03/2017 um 10:13Aktualisiert 17/03/2017 um 10:33

Lukas Podolski rät Joshua Kimmich aus eigener Erfahrung zu einem Wechsel weg vom FC Bayern München - um danach zwei Schritte nach vorne zu machen. Neben RB Leipzig bietet sich auch Manchester City an. Doch beim FC Bayern ist sein Weg bereits vorbestimmt. Ist eine Leihe also überhaupt vonnöten?

Joshua Kimmich kann's nicht schnell genug gehen. Mit der Meisterschaft. Je schneller der FC Bayern München nämlich den Titel holt, desto größer ist seine Chance auf Einsatzzeit. "Dann wird vielleicht wieder rotiert", sagte er kürzlich, nachdem er in den letzten fünf Pflichtspielen der Bayern nur 42 Minuten zum Einsatz kam. "Fakt ist: Ich bin damit nicht zufrieden, das ist nicht mein Anspruch und ich möchte das ändern", sagte Kimmich vergangenen Samstag.

Lukas Podolski kennt das. Beim FC Bayern konnte sich der Ur-Kölner zwischen 2006 und 2009 nicht durchsetzen, saß auf dem Höhepunkt seines Schaffens häufiger auf der Bank, als ihm lieb war.

Kimmich zurück zu RB Leipzig?

Nun hat der 31-Jährige Kimmich einen Wechsel nahegelegt.

"In dieser Situation stellt nun Leipzig mit Sportchef Rangnick Überlegungen an, ihn auszuleihen. Ein solcher Schritt wäre für Kimmich nicht falsch", schrieb Podolski in seiner Kolumne für "Fußball Bild".

Er selbst habe 2009 den Weg über seinen Stammklub 1. FC Köln gewählt, um dann wieder international durchzustarten. Man müsse manchmal, "einen Schritt zurück zu machen, um wieder Anlauf zu nehmen", so Podolski, wie er es tat: "Es folgte schließlich mein Wechsel zu Arsenal."

Lukas Podolski

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Philipp Lahm und Toni Kroos als Beispiele

Das Modell hat beim FC Bayern durchaus schon Schule gemacht. "Philipp Lahm wechselte zum VfB Stuttgart, Toni Kroos nach Leverkusen. Danach kamen sie stärker zu den Bayern zurück. Wichtig ist nämlich, dass man zu Spielen kommt", schrieb Podolski und bekannte dann noch frank und frei: Manchester City und Pep Guardiola seien auch eine Option für Kimmich.

RB-Sportdirektor Ralf Rangnick entgegnete bei "Sky Sport News HD" jedoch:

" Ich kenne Joshua gut genug, um zu wissen, dass er sich unbedingt beim FC Bayern durchsetzen will. Eine seiner größten Stärken ist sein Wille und sein Ehrgeiz. Daher halte ich es im Moment für alles andere als wahrscheinlich oder realistisch, dass eine Rückkehr zustande kommt."

Am wahrscheinlichsten ist also, dass sich Kimmich erstmal zurückhält und sich nach dem Karriere-Ende von Philipp Lahm um den dann vakanten Rechtsverteidigerposten beim FC Bayern müht.

Philipp Lahm - FC Bayern München

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Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger der Zukunft

So will es zumindest Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, der Kimmich dem Coach Carlo Ancelotti - abgesprochen oder nicht - neulich via "Sky" förmlich aufdrängte:

"Er wird, das ist ziemlich klar, bei uns Nachfolger von Lahm. Ab der nächsten Saison hat er dann gesicherte Einsatzminuten. So jedenfalls plant es Ancelotti."

Kimmich sieht sich zwar mehr im zentralen Mittelfeld, ist da aber nicht heikel. "Ganz egal wo - Hauptsache ich stehe bald wieder auf dem Platz."

Joshua Kimmich (FC Bayern München)

Joshua Kimmich (FC Bayern München)Imago

Eurosport-Meinung: Podolskis Ansatz ist nicht verkehrt - Kimmich sei jedoch geraten, kühlen Kopf zu bewahren und sich die veränderte Situation in der kommenden Saison ohne Lahm zunutze zu machen. Dann ist ein fixer Platz in Bayerns Startelf neu zu besetzen und er, nach den Rummenigge-Aussagen, in der Pole Position. Sollten sich die Verheißungen bis Ende des Jahres nicht verwirklichen, kann Kimmich im Winter-Transferfenster 2018 immer noch eine Leihe anstreben.

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