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TSG 1899 Hoffenheim muss nach Remis gegen FC Augsburg in die Champions-League-Quali

Hoffenheim muss in die Champions-League-Quali

20/05/2017 um 19:21

Das Fernduell verloren, die Champions League muss (vorerst) warten: 1899 Hoffenheim hat am letzten Spieltag der Bundesliga die direkte Qualifikation für die europäische Königsklasse verpasst. Die TSG kam am Samstag gegen den FC Augsburg nur zu einem 0:0 - weil Borussia Dortmund zeitgleich punktete und die bessere Tordifferenz aufweist, muss Hoffenheim in die Playoffs.

So lief das Spiel:

Die TSG 1899 Hoffenheim verpasste die direkte Teilnahme an der Champions-League-Gruppenphase. Nichtsdestotrotz ist Rang vier, der die CL-Qualifikationsrunde bedeutet, ein großartiger Erfolg.

Auch die Augsburger haben Grund zu feiern. Die bayerischen Schwaben hielten die Klasse und spielen auch in der nächsten Saison im Fußball-Oberhaus.

Hoffenheim war in der ersten Halbzeit das etwas aktivere Team, ermöglichte sich aber lediglich Halb-Chancen. Die Nagelsmann-Elf versuchte es größtenteils durch die Mitte, wo kompakt stehende Augsburger keine Lücken aufkommen ließen. Der FCA lauerte nach guten Anfangsminuten auf Konter und fokussierte sich auf die Defensivarbeit.

Auch im zweiten Durchgang waren die Kraichgauer die spielbestimmende Mannschaft. Augsburg ließ sich nicht in den eigenen Sechzehner drängen und verteidigte mit zwei dichten Viererketten bärenstark. Für die Gäste wurde es meistens nur aus der Distanz gefährlich. Hoffenheim scheiterte zweimal aus der Ferne am Pfosten: Andrej Kramarić fasste sich in der 68. Minute ein Herz und zog aus der zweiten Reihe flach ab. FCA-Keeper Andreas Luthe war bereits geschlagen, doch der Ball prallte ans Aluminium.

Zwölf Minuten später scheiterte Nadiem Amiri: Aus ähnlicher Position wie Kramarić setzte sich der 20-Jährige durch und kam flach zum Abschluss. Auch diesmal war Luthe geschlagen und der Ball rauschte an den linken Pfosten. Für Hoffenheim wäre ein Dreier also durchaus im Bereich des Möglichen gewesen.

Die Stimmen:

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): "Wir sind überglücklich, dass wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft geschafft haben. Ich bin stolz auf die Jungs!"

Stefan Reuter (Geschäftsführer Sport FC Augsburg): "Hoffenheim hat kein Spiel zuhause verloren - jeder weiß warum. Sie spielten eine Wahnsinns-Saison. Ich denke, wir haben taktisch grandios dagegen gespielt und hatten unheimlich viele Möglichkeiten im Umschalten. Wenn wir die Chancen etwas ruhiger ausgespielt hätten, hätten wir das Spiel durchaus gewinnen können."

Alexander Rosen (Direktor Profifußball TSG 1899 Hoffenheim): "Man nimmt die Glückwünsche nach einem kurzen Moment der Enttäuschung - weil es heute immer wieder mal ein Wechselbad der Gefühle war . In zehn Minuten kommt dann das absolute Freude-Gefühl. Wir haben eine herausragende Saison gespielt. Wir können diesen Erfolg genießen."

Der Tweet zum Spiel:

Ihre Wege kreuzten sich bereits in der zweiten Mannschaft des TSV 1860 München. Manuel Baum fungierte als Torwart-Trainer, Julian Nagelsmann als Feldspieler.

Das fiel auf: Abschied in Richtung München

Für die TSG liefen zwei absolute Leistungsträger zum letzten Mal auf. Der polyvalente Sebastian Rudy sowie der bullige Innenverteidiger Niklas Süle wechseln in der kommenden Saison gemeinsam zum Rekordmeister FC Bayern.

Die Statistik: 62-16-0

Die Kraichgauer spielten die beste Saison der Vereinsgeschichte. Mehr Punkte (62) sowie Siege (16) holten sie im deutschen Fußball-Oberhaus noch nie. Zudem gelang es ihnen erstmals eine Bundesliga-Spielzeit ohne Heimspielniederlage (elf Siege, sechs Remis) zu absolvieren.

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