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Jörg-Schmadtke-Nachfolger gefunden: Armin Veh übernimmt beim 1. FC Köln

Schmadtke-Nachfolger gefunden: Armin Veh übernimmt beim 1. FC Köln

06/12/2017 um 15:29

Der tief gestürzte 1. FC Köln hat Armin Veh als Hoffnungsträger für den Wiederaufbau verpflichtet: Der frühere Meistertrainer übernimmt beim abgeschlagenen Bundesliga-Schlusslicht überraschend das Amt des Managers. Das teilte der schwer angeschlagene Klub am Mittwoch mit - rund sechs Wochen nach dem Abschied des vorherigen Sportchefs Jörg Schmadtke und drei Tage nach der Trennung von Peter Stöger.

"Wir haben mit Armin Veh einen Mann für die Position gewonnen, der unsere Kriterien perfekt erfüllt", sagte der zuletzt heftig kritisierte Klub-Präsident Werner Spinner: "Dass wir ihn überzeugen konnten, diese Aufgabe anzugehen, ist ein echtes Aufbruchssignal für den FC und tut uns sehr gut." Veh wird den Job am kommenden Montag offiziell antreten, der 56-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 30. Juni 2020.

    "Auf die Möglichkeit, beim 1. FC Köln ein nachhaltiges Projekt anzugehen, freue ich mich sehr", sagte Veh, der 2007 den VfB Stuttgart zur Meisterschaft geführt hatte und seine Trainerkarriere mit dem Engagement in Köln nun offiziell beendet:

    "Die Verantwortlichen des FC haben mich davon sofort begeistert, und ich sehe es als riesige Herausforderung und zugleich tolle Möglichkeiten, in diesem faszinierenden Traditionsklub etwas zu bewegen."

    Rekordtrainer Stöger entlassen, Ruthenbeck übernimmt

    Erst am Sonntag nach dem 2:2 bei Schalke 04 war die Ära Peter Stöger zu Ende gegangen. Der Österreicher hatte die Kölner zuvor in vier Jahren aus der zweiten Bundesliga in die Europa League geführt, konnte den Absturz aber nicht verhindern. Bis zur Winterpause betreut nun der bisherige U19-Trainer Stefan Ruthenbeck die Profis, die mit einem Sieg in Belgrad in die Zwischenrunde der Europa League einziehen könnten.

    Schmadtke war schon im Oktober überraschend von Bord gegangen, es folgte eine turbulente Suche nach einem Nachfolger. Zwischenzeitlich galt Horst Heldt als Favorit, Hannover 96 gab den Manager aber nicht frei, nach einem öffentlichen Meinungsaustausch erklärten die Kölner die Gespräche mit Heldt schließlich für beendet.

    Verschiedene Namen wurden anschließend gehandelt, Vehs war allerdings nicht darunter. Als Trainer sammelte er Erfahrung in mehr als 600 Spielen, war auch bei Eintracht Frankfurt und dem Hamburger SV tätig. In der Saison 2009/10 verantwortete er zudem die sportliche Leitung des VfL Wolfsburg in Doppelfunktion als Trainer und Geschäftsführer.

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