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RB Leipzig erreicht trotz Doppelbelastung nächstes Level: Schau mal Uli Hoeneß, so wird das gemacht!

Schau mal Uli, so wird das gemacht! "Bullen" erreichen nächstes Level

28/11/2017 um 11:11Aktualisiert 28/11/2017 um 11:13

RB Leipzig ist trotz der Doppelbelastung erneut der erste Verfolger des FC Bayern München. Damit hatte der deutsche Rekordmeister eigentlich nicht gerechnet. Denn vor allem FCB-Präsident Uli Hoeneß war sich sicher, dass die "Bullen" es "nicht nur mit jungen Leuten schaffen, wenn man dreimal die Woche spielt". Das widerlegt RBL aktuell doch recht eindrucksvoll.

FC Bayern 29 Punkte, RB Leipzig 26. Logisch, eine MOMENTaufnahme mit drei Zählern Unterschied nach dem 13. Bundesliga-Spieltag - doch lässt sie MOMENTan auch einen Schluss zu: RB Leipzig kann in englische Wochen bestehen. Ohne die Strategie über den Haufen geworfen zu haben.

So hatte es Bayern-Präsident Uli Hoeneß im Mai eigentlich vorausgesagt. Leipzig könne es "nicht nur mit jungen Leuten schaffen, wenn man dreimal die Woche spielt. Der Klub muss seine Strategie in der neuen Saison modifizieren."

Doch nach dem 13. Spieltag, nach dem 2:0 der "Jung-Bullen" gegen Werder Bremen, sind diese Aussagen eigentlich überholt. Der - zugegeben hart erkämpfte - Erfolg war der vierte Sieg im fünften Spiel nach einem Champions-League-Auftritt, zudem gab es ein Unentschieden. Leipzig ist trotz Doppelbelastung wie schon in der Vorsaison der erste Bayern-Verfolger - mit nur noch drei Punkten Rückstand.

Im Stile einer Spitzenmannschaft

"Das ist top! Darauf können die Jungs stolz sein", sagte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl:

"Die Spiele waren alle zäh und wurden am Ende über den Willen gewonnen."

So wie gegen Bremen. Von der Leistung der 4:1-Gala vier Tage zuvor bei AS Monaco waren Timo Werner und Co. weit entfernt, aber RB brachte das Spiel im Stile einer Spitzenmannschaft nach Hause.

Video - Sammer: Darum ist Rangnick so wichtig für Leipzig

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Vergleiche mit dem Branchenprimus wollten die Spieler aber natürlich nicht kommentieren. "Sich mit Bayern zu vergleichen, ist schwierig. Wir erledigen unsere Aufgaben, dann schauen wir, wo wir am Ende landen", sagte Nationalspieler Diego Demme. In der Liga sind die Sachsen mehr als im Soll, in der Königsklasse haben sie am letzten Gruppenspieltag gegen Besiktas Istanbul noch die Chance aufs Achtelfinale.

Die bislang starke Saison wurde am Sonntagabend bei der Vereins-Weihnachtsfeier ein wenig gefeiert. Und der Klub hatte für die Fans auch ein Geschenk dabei: Unter Jubel wurde die Vertragsverlängerung mit Sportdirektor Ralf Rangnick um zwei weitere Jahre bis 2021 bekannt gegeben.

Leipzigs Motor röhrt weiter

"Ich bin froh darüber, dass meine Zukunft weiter in diesem tollen Klub liegt, der eine fantastische Entwicklung genommen hat und dessen Weg aus meiner Sicht noch lange nicht zu Ende ist", sagte Rangnick. Geschäftsführer Oliver Mintzlaff wertete die Verlängerung als "sehr positives Zeichen": Rangnick sei "der sportliche Motor unseres Vereins und daher auch elementar für unsere zukünftige Entwicklung", sagte Mintzlaff.

Und eines ist sicher: Das röhrende Geräusch dieses "sportlichen Motors" wird Uli Hoeneß auch in Zukunft dicht hinter sich vernehmen...

Video - Muss RB Leipzig das nächste Ass nach England ziehen lassen?

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