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RB Leipzig: Grüne Bullen sehen wieder Rot - Ralph Hasenhüttl hofft auf Lehrgeld-Effekt

Wieder Rot für grüne Bullen: Hasenhüttl hofft auf Lehrgeld-Effekt

29/10/2017 um 16:27Aktualisiert 29/10/2017 um 16:31

RB Leipzig verliert auch das vierte Duell mit dem FC Bayern München. Die Rote Karte für Willy Orban bedeutet dabei bereits zum dritten Mal Unterzahl für den Herausforderer im Duell mit dem Rekordmeister - insgesamt 212 Minuten. Trainer Ralph Hasenhüttl akzeptiert Platzverweis wie Niederlage und verweist auf die Unerfahrenheit seines Teams.

Bitter, dass die Partie für RBL schon nach 39 Minuten gelaufen war. Zum einen, weil Bayern durch James Rodríguez (19.) und Robert Lewandowski (39.) recht einfach zu Toren kam. Zum anderen, weil zuvor bereits mit Willy Orban schon zum dritten Mal im vierten Duell ein Leipziger vom Platz geflogen war (13.) – "völlig regelkonform Rot", wie Trainer Ralph Hasenhüttl zugab.

Orbans Notbremse begünstigt Bayern

Orbans Bodycheck als Notbremse gegen Arjen Robben war bereits die Vorentscheidung im Spiel, begünstigte die Rückeroberung der Tabellenführung der Bayern, die auch RB hätte erobern können. Mit einem Sieg.

"Es tut weh. Ich glaube, wir hatten eine reelle Chance, die heute zu schlagen. Aber leider war das Spiel früh vorbei", meinte Forsberg am Samstagabend geknickt.

Im Hinspiel 2016/17 (3:0 für Bayern) hatte eben jener Forsberg in der 31. Minute ebenfalls glatt Rot gesehen, im Pokalspiel am Mittwoch (6:5 n.E. für Bayern) kassierte Naby Keita in Minute 54 Gelb-Rot.

Gulacsi kritisiert Platzverweise

Nur beim 5:4 der Münchner in der vergangenen Rückrunde blieb Leipzig vollzählig. Macht unterm Strich aber in 212 von 390 Minuten einen Leipziger weniger auf dem Platz.

"Das ist ein Thema, das wir besprechen müssen", sagte Torwart Peter Gulacsi im "ZDF":

"Wir verlieren so einfach die Chance, mit einer Spitzenmannschaft mitzuhalten."

Leipzig Letzter der Fair-Play-Tabelle

Auch Hasenhüttl sieht Verbesserungsbedarf. "Wir haben dieses Jahr die ein oder andere Rote Karte zu viel bekommen. Da sind wir schon noch ein bisschen grün, bisschen ungestüm, jung und wild", sagte der 49-Jährige im "ZDF".

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Mit einer Gelb-Roten und zwei Roten Karten bei 14 Gelben ist RB diese Saison Letzter der Fair-Play-Tabelle der Bundesliga, dazu kommt der Keita-Platzverweis im Pokal.

Orbans Eingreifen gegen Robben sei nicht nötig gewesen, meinte der RB-Coach:

"In dem Fall wäre es besser gewesen, er hätte ihn laufen lassen und wir hätten das 0:1 kassiert. Dann wäre noch nichts verloren gewesen."

Hasenhüttl zufrieden mit der Tabelle

Einen größeren Vorwurf wollte Hasenhüttl seiner Elf jedoch nicht machen. "Lehrgeld zahlen ist wichtig für die Jungs in dieser Saison", meinte er. Und überhaupt: Mit 19 Punkten aus zehn Spielen und vor allem Platz drei sei sein Klub "mehr als im Soll, da ist so eine Niederlage nicht so schlimm".

So sah's auch Forsberg:

"Es ist okay für uns. Wir haben immer noch viel Selbstvertrauen. Es kommen neue Spiele, es geht schnell - zum Glück."

Wobei: Dafür war das Spiel in München vielleicht gar keine so schlechte Vorbereitung. Hasenhüttl:

"Unterm Strich verliere ich lieber so und kann dafür Kräfte sparen."
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