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Wirbel um Videobeweis! Köln will Neuansetzung gegen den BVB

Wirbel um Videobeweis! Köln will Neuansetzung - BVB-Boss Watzke tobt

17/09/2017 um 20:22Aktualisiert 17/09/2017 um 20:58

Der 1. FC Köln hat nach dem 0:5 bei Borussia Dortmund angekündigt, eine Neuansetzung anzustreben. Grund war der Videobeweis beim Gegentor durch Sokratis kurz vor der Halbzeit: Mit Hilfe des Videobeweises erkannte Schiri Patrick Ittrich das Tor an, obwohl er es eigentlich schon als ungültig abgepfiffen hatte. "Wir werden Protest einlegen", kündigte Köln-Manager Jörg Schmadtke bei "Sky" an.

Jede Menge Tore, noch mehr Diskussionen: Ein entfesseltes Borussia Dortmund hat die Krise des Schlusslichts 1. FC Köln dramatisch verschärft und selbst souverän die Liga-Spitze zurückerobert. Im Duell der Europapokal-Verlierer fegte der BVB die punktlosen Gäste am 4. Spieltag 5:0 (2:0) vom Feld, er verdrängte damit Hannover 96 vom ersten Tabellenplatz. "Wir werden das Spielprotokoll nicht freigeben und umgehend Protest einlegen", sagte Manager Jörg Schmadtke indes am Sonntagabend.

Die Rechts- und Verfahrensordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erlaubt bei einem Regelverstoß des Schiedsrichters diesen Einspruch. Über den Einspruch entscheidet in erster Instanz das Sportgericht, als Berufungsinstanz das Bundesgericht.

Maximilian Philipp brauchte nur 111 Sekunden für sein erstes BVB-Tor, das 2:0 durch Sokratis (45.+2) war jedoch heftig umstritten und wurde erst nach Videobeweis gegeben - in den Augen von Kölns Sportdirektor Jörg Schmadtke klar regelwidrig.

" Das war eine klare Fehlentscheidung, und durch die ist das Spiel entschieden worden. Wenn gegen das Regelwerk entschieden wird, dann ist das eine Neuansetzung. Wir werden auf jeden Fall Protest einlegen!"

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nannte das Tor indes regulär und attackierte Schmadtke bei "Sky" heftig:

" Klar wird nur, dass der 1. FC Köln nicht verlieren kann. Wenn man nicht verlieren kann, dann greift man eben zu schlechten Mitteln. Wenn man so auftritt nach einem 0:5, dann: Chapeau!"

Passiert war das: Beim Treffer zum 0:2 hatte Kölns Torhüter Timo Horn den Ball nach einer Flanke fallen gelassen und Sokratis eingeschoben. Schiedsrichter Ittrich gab das Tor nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten. Der Kritikpunkt der Kölner: Sokratis habe Dominique Heintz in Horn hinein geschoben, davor sei zudem schon ein Pfiff erfolgt.

"Ich finde die Entscheidung merkwürdig", sagte Kölns Trainer Stöger, arbeitete sich aber im Gegensatz zu Schmadtke nicht an Tor Nummer zwei ab - schließlich hat der FC andere Sorgen. Dem Lichtblick von London, als sich Köln trotz der 1:3-Pleite stark präsentierte, folgte der Tiefpunkt in Form der vierten Niederlage im vierten Ligaspiel.

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