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Bayern München - PSV Eindhoven: Dominante Bayern putzen Eindhoven weg

Dominante Bayern putzen Eindhoven weg

20/10/2016 um 00:35

Bayern München kann doch noch gewinnen - und wie! Der deutsche Rekordmeister zeigte im dritten Gruppenspiel der Champions League gegen PSV Eindhoven eine Reaktion und durfte beim verdienten 4:1 (2:1) den ersten Sieg nach zuletzt drei Pflichtspielen ohne Erfolgserlebnis bejubeln. Thomas Müller (13.), Joshua Kimmich (21.), Robert Lewandowski (59.) und Arjen Robben (84.) trafen für die Münchner.

So lief das Spiel:

Der FC Bayern hat mit einer fantastischen ersten halben Stunde einen großen Schritt aus der kleinen Krise gemacht. Mit höchstem Tempo über die Außenpositionen überrannte der Rekordmeister die teilweise überforderten Niederländer regelrecht. Speziell David Alaba als verkappter Außenstürmer und Arjen Robben machten mit der PSV, was sie wollten. Thomas Müller (13.) und Joshua Kimmich nach Flanke von David Alaba (21.) brachten den FCB auf die Anzeigetafel, doch der FCB verpasste es in dieser Phase das Ergebnis in noch andere Regionen in die Höhe zu schrauben.

Wie aus dem Nichts gelang Eindhoven dann durch den ersten gefährlichen Konter durch Luciano Narsingh (41.) der Anschlusstreffer. Die eigentliche Überraschung war jedoch, dass dieses Gegentor für reichlich Nervenflattern in der Bayern-Defensive sorgte.

Erst nach 65 Minuten fanden die Bayern zurück zur Stabilität und Dominanz der Anfangsphase und schraubten das Ergebnis letztlich verdient durch Robert Lewandowski (59.) und Robben standesgemäß in die Höhe. Dem Niederländer gelang mit dem Treffer zum Endstand gleichzeitig sein erstes Kopfballtor in der europäischen Königsklasse (84.).

Mit nunmehr sechs Punkten festigte der FCB Rang zwei hinter Atletico Madrid, welche die Bayern im direkten Duell vor heimischen Publikum jedoch noch vom Platz an der Sonne der Gruppe D verdrängen können.

Ganz nebenbei verbesserten die Bayern mit dem 14. Heimsieg in der Champions League in Folge ihren eigenen Europarekord.

Stimmen:

Carlo Ancelotti (Trainer FC Bayern München): "Wir haben eine gute Reaktion gezeigt, müssen künftig allerdings mehr agieren als nur zu reagieren. Ich habe mich nicht verändert, merke selbst aber natürlich wann die Spieler welche Ansprache brauchen."

Arjen Robben (FC Bayern München): "Ich glaube wir sind Profis genug, um zu wissen was mir machen müssen. Wir haben viel Erfahrung in der Mannschaft. Ich denke, es ist auch normal, denn jeder Trainer hat andere Akzente und es kann nur besser werden mit der Zeit."

Joshua Kimmich (FC Bayern München): "Die Ansage hat nicht viel ausgemacht, denn wir haben selbst gemerkt, dass es zuletzt nicht gut war. Für mein Tor musste ich nicht viel machen, als einfach da zu stehen."

Mats Hummels (FC Bayern München): "Die Gesamtkonstellation mit den drei Spielen ohne Sieg war schwieriger als sonst. Der Druck war größer als sonst, dementsprechend engagiert sind wir heute ins Spiel gegangen. Bei Joshua ist in Sachen Tore schießen ein ganz dicker Knoten nicht nur geplatzt sondern sogar verschwunden."

Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Überraschend fragiles Gebilde

Nach einem überragenden Auftritt in den ersten 40 Minuten reichte der PSV ein Tor, um den ansonsten vor Selbstbewusstsein strotzenden Rekordmeister für gut 20 Minuten mächtig ins Wanken zu bringen. Ganz so stabil wie erwünscht ist der FCB also noch nicht wieder.

Die Statistik: 7

In der 78. Minute machte sich Javi Martinez für seine Einwechslung bereit. Allerdings wurde die Partie erst sieben Minuten später, nach dem Tor von Arjen Robben, erstmals wieder unterbrochen und der Spanier konnte das Feld betreten.

Video - Alaba: Steht auch er auf Guardiolas Wunschliste?

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