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FC Barcelona gegen ManCity - 3 Dinge, die auffielen: Messi-Hattrick, Barca-Festung und ratloser Pep

Messi! Messi! Messi! City ohne Rezept in der Barca-Festung

20/10/2016 um 11:00

Der FC Barcelona hat gegen Manchester City in der Champions-League-Vorrunde den dritten Sieg eingfahren. Lionel Messi machte wieder einmal den Unterschied aus. Trotz langer Verletzungspause feierte er mit seinem Hattrick beim 4:0 (1:0)-Sieg ein perfektes Comeback auf der internationalen Bühne. Barca beherrschte den Gegner und bleibt zu Hause ungeschlagen. Pep Guardiola fand kein Rezept.

Hattrick! Messi top

Nach drei Monaten Verletzungspause kehrte Lionel Messi in der Champions League zurück auf den Rasen. Nachdem er bereits am Wochenende in der Liga traf, legte er gegen ManCity nach.

Zusammen mit Luis Suárez und Neymar wirbelte er die gegnerische Abwehr durcheinander. Den Ausrutscher von Fernandinho nutzte Messi (17.) eiskalt zum 1:0, als er den Ball nur noch einschieben musste.

Nach dem Platzverweis von Torhüter Claudio Bravo (52.) ging die Messi-Show weiter. Mit einem Distanzschuss erhöhte der Angreifer auf 2:0 (61.). Nur acht Minuten später traf er zum 3:0 (69.).

Damit erzielte Messi bereits 13 Treffer in den letzten acht Champions-League-Spielen. Zusammen mit Suárez und Neymar kommt er 2016 in allen Wettbewerben auf sagenhafte 102 Tore!

Bei Heimspielen in der Königsklasse ist Messi (7. Hattrick) mit 50 Toren nun alleiniger Spitzenreiter in der Champions-League-Geschichte. Zuvor führte Raúl (49) diese Wertung an.

Barca-Keeper Marc-André ter Stegen sagte:

"Messi ist extrem wichtig für uns und er ist einfach der Beste. Wir haben eine der besten Mannschaften der Welt."

Vor allem gegen englische Teams schlägt er gerne zu. Manchester City konnte ihn nie stoppen. In 17 CL-Spielen gegen englische Mannschaften traf Messi 19 Mal. Eine tolle Quote!

Die Rückkehr von "La Pulga" nach seiner Leistenverletzung tat Barcelona sichtlich gut. Das Kombinationsspiel mit Suárez und Neymar funktionierte perfekt.

Der Brasilianer Neymar erhöhte in der 89. Minute sogar auf 4:0.

Barca-Festung Camp Nou

Der klare Tabellenführer der Champions-League-Gruppe C ist im eigenen Stadion eine Macht. Das ist nichts Neues. Aber die Art und Weise wie ManCity beherrscht wurde, war schon bemerkenswert.

Obwohl die Gäste zu Beginn des Spiels hoch im gegnerischen Strafraum standen, ließ sich Barca nicht zurückdrängen. Die Katalanen zogen ihr Kurzpassspiel durch und kamen immer wieder zu Chancen.

Der Spielfluss war beeindruckend. Barcelona behielt seinen Rhythmus, obwohl Jordi Alba (10.) und Gerard Piqué (39.) verletzt runter mussten. Manchester konnte das schnelle Tempo nicht mitgehen.

Damit ist Barcelona seit 20 Champions-League-Heimspielen ungeschlagen (18 Siege, 2 Unentschieden). Im vierten Duell mit ManCity ging Barca zum vierten Mal als Sieger vom Platz.

Außerdem erzielte Barcelona in seinen letzten 21 Champions-League-Heimspielen immer einen Treffer oder mehr - so eine Serie gab's in der Geschichte der Königsklasse noch nicht.

In dieser CL-Saison kassierte das Team von Trainer Luis Enrique erst einen Gegentreffer. Gegen Manchester stand hinten wieder die Null, was den tollen Paraden von ter Stegen zu verdanken war.

Aber nicht nur die Abwehr von Barcelona ist stark. In den letzten 17 CL-Heimspielen schossen die Katalanen 55 Tore. Was für eine Tormaschine!

Pep Guardiola ratlos

Bei seiner Rückkehr nach Barcelona flogen Pep Guardiola die Treffer von Messi um die Ohren. Zwar hatte er die Taktik komplett auf Barca eingestellt, aber seine Ideen verpufften komplett.

Der Katalane wirkte ratlos und frustriert, denn seine Mannschaft hatte dem FC Barcelona bis auf Standardsituationen und die Riesenchance von Ilkay Gündogan (37.) nichts entgegen zu setzen.

Vor allem Barca-Keeper ter Stegen zog den Engländern mit seinen Glanzparaden den Zahn. Manchester City wirkte vorne kraftlos, denn Guardiola hatte Agüero bis zur 79. Minute auf der Bank gelassen.

Das einzige Mittel, um Barca zu stoppen, war die Härte auf dem Platz. Nach überhartem Einsteigen von Manchester mussten Alba (10.) und Piqué (39.) angeschlagen ausgewechselt werden.

Zu allem Überfluss sah ManCity-Keeper Bravo (52.) noch glatt Rot, als er einen Lupfer von Suárez außerhalb des Strafraums mit der Hand herunter pflückte.

Guardiola erklärte mit hängendem Kopf:

"Wir haben gegen ein großartiges Team gespielt und ihnen zu viele Möglichkeiten eröffnet. Bis zum zehn gegen elf war das Spiel offen."

Manchester City hatte am Ende noch Glück, dass das Spiel nicht 0:5 verloren wurde, denn Neymar vergab in der 87. Minute einen Elfmeter.

Guardiola warf seine Wasserflasche nach dem Spiel in die Ecke. Die schwache Vorstellung seiner Mannschaft passte dem 45-Jährigen überhaupt nicht.

In seiner alten Heimat kassierte Guardiola mit Manchester City die höchste Niederlage der "Citizens" in der Champions League.

Video - Alaba: Steht auch er auf Guardiolas Wunschliste?

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