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FC Bayern - Eindhoven: Carlo Ancelotti bleibt cool - "Ich muss ich selbst bleiben"

Ancelotti trotzt der Mini-Krise: "Ich muss ich selbst bleiben"

18/10/2016 um 18:39

Carlo Ancelotti reagiert cool auf die Ergebniskrise des FC Bayern München. Vor dem wichtigen Champions-League-Duell mit der PSV Eindhoven blockt er Kritik an seiner Person und der Mannschaft ab, formuliert dabei aber eine klare Botschaft.

Carlo Ancelotti erschien zur Pressekonferenz des FC Bayern München vor der Partie gegen den PSV Eindhoven im lockeren roten Trainingsanzug.

Besonderes Spiel für den FC Bayern

Ancelotti schlenderte trotz der angedichteten Mini-Krise der Bayern gewohnt entspannt zu seinem Platz. Die Fragen der Journalisten beantwortete der "Mister" zunächst auf Deutsch und ließ sich bei seinen Ausführungen genug Zeit zur Konzentration.

Durch die Niederlage bei Atlético Madrid (0:1) gewinnt das Aufeinandertreffen mit dem niederländischen Meister an Bedeutung.

Für Ancelotti ist das Duell gegen die PSV ein besonderes Spiel, weswegen er zum ersten Mal in seiner Amtszeit das Team am Vorabend des Spiels im Hotel Dolce vor den Toren der Stadt zusammenholte.

"Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass wir bei besonderen Spielen ins Hotel gehen. Morgen ist ein besonderes Spiel."

Carlo Ancelotti mit klarer Botschaft

Eine klare Aussage von Ancelotti und gleichzeitig ein Zeichen nach Außen, dass dieses Spiel wieder mit der richtigen Einstellung angegangen werden soll.

Angesprochen auf seinen Umgang mit der Mannschaft wechselte Ancelotti plötzlich die Sprache: "Ich muss das auf Englisch sagen, weil ich klar sein will." Die Botschaft hinter seinen Worten sollte auf keinen Fall falsch verstanden werden. So sagte er dann:

"Ich muss ich selbst sein. Wenn es sein muss, kann ich auch mal härter sein. Ich war vor allem wegen der Einstellung der Spieler unzufrieden. Aber ich will sie nicht bestrafen und das muss ich auch nicht. Wenn es nicht so gut läuft kommt direkt das Wort 'Krise', aber wir müssen zugeben, dass wir drei schwache Spiele hatten. Die Einstellung wird morgen auf jeden Fall eine andere sein."

So eine Situation kann den erfahrenen Ancelotti aber nicht aus der Ruhe bringen. Er hält weiter an seinem Stil fest, ist authentisch und strahlt lieber Ruhe aus, als das Rumpelstilzchen zu spielen.

Vertrauen in die Spieler

Seine Ruhe will Ancelotti auch auf seine Spieler übertragen und nimmt daher seine Mannschaft in der Öffentlichkeit in Schutz:

"Es ist immer das Gleiche. Es passiert in jedem Jahr, dass eine Mannschaft einmal nicht alles abrufen kann. Das ist normal. Ich habe Vertrauen in meine Mannschaft. Es kann schon mal vorkommen, dass ich nach einem schwachen Spiel wütend oder traurig bin. Aber am nächsten Tag glaube ich wieder an meine Mannschaft. Die Spieler sind die Lösung für alles."

Das wurde dann auch gleich in der Praxis umgesetzt. Laut Mats Hummels wurde bereits im Training "ein Zeichen gesetzt":

"Wir haben miteinander geredet und uns überlegt, wo wir ansetzen können."

Ancelotti hat es nicht nötig, für die Öffentlichkeit den großen Zampano zu spielen. Er regelt die Angelegenheiten lieber hinter verschlossener Tür mit der Mannschaft. Eine stark veränderte Aufstellung soll es gegen Eindhoven daher auch nicht geben.

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