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PSG - Barcelona: Julian Draxler und Co. nehmen den FC Barcelona auseinander

4:0! PSG und Draxler demütigen Barça

14/02/2017 um 22:36Aktualisiert 14/02/2017 um 23:41

Der FC Barcelona steht nach einem Debakel vor dem Aus im Achtelfinale der Champions League. Die Katalanen gingen im Hinspiel bei PSG mit 0:4 (0:2) unter. Bei Paris Saint-Germain ragte neben dem Doppeltorschützen Ángel Di María (18., 55.) auch Julian Draxler heraus, der den ersten Treffer vorbereitete und den zweiten (40.) selbst erzielte. Edinson Cavani traf an seinem 30. Geburtstag zum 4:0 (72.).

So lief das Spiel:

Es war und ist der Header des Achtelfinals der Champions League - Paris St.-Germain gegen FC Barcelona. In den vergangenen Aufeinandertreffen zogen die Franzosen zumeist den Kürzeren. Barcelona setzte sich im direkten Duell zuletzt immer durch.

Im Parc des Princes holten die Hausherren im ersten Durchgang jedoch alles aus ihrem Köcher und legten das Spiel des FC Barcelona fast vollständig lahm. Die Elf von Unai Emery war taktisch gut eingestellt. Sie liefen die Gäste früh und energisch an, spielten nach Ballgewinn schnörkellos und schnell nach vorne.

So auch in der 18. Minute als der starke Julian Draxler an der Strafraumgrenze nur noch per Foul zu stoppen war. Ángel di María zirkelte die Kugel im Anschluss sehenswert über die Mauer ins rechte Toreck - die verdiente Führung für Paris. Marc-André ter Stegen war im FCB-Tor machtlos.

Ángel Di María (Paris Saint-Germain)

Ángel Di María (Paris Saint-Germain)AFP

Nach der Führung änderten die Hausherren ihr Auftreten. Barcelona bekam mehr Räume, Paris agierte aus einer kompakten Defensive - forcierte das Umschaltspiel. In der 40. Minute machte sich ebendiese Taktik bezahlt.

Nach einem Ballverlust von Lionel Messi schaltete Paris blitzschnell um. Marco Verratti bediente Draxler in der rechten Strafraumhälfte. Der Ex-Wolf nahm Maß und nagelte die Kugel unhaltbar ins linke Eck.

Julian Draxler

Julian DraxlerAFP

Der zweite Durchgang war dann fast wie eine Kopie der ersten Halbzeit. Barcelona? Abgemeldet! Die Katalanen schafften es zu keinem Zeitpunkt, Paris unter Druck zu setzen oder Kevin Trapp im PSG-Tor vor Probleme zu stellen. Es war ein desaströser Auftritt der Spanier mit einer erschreckenden Körpersprache. Kein Wille, kein Aufbäumen. Nada.

Die Hausherren nutzten die Gunst der Stunde und bauten ihre Führung weiter aus. In der 55. Minute vollendete Di María einen starken Angriff der Pariser aus 22 Metern halbrechter Position mit einem angeschnittenen Schuss ins linke Eck. Marke Traumtor. Die Emery-Elf blieb hungrig - in der 71. Minute folgte der nächste Streich.

Thomas Meunier bediente Edinson Cavani in der rechten Strafraumhälfte. Der Stürmer verwandelte zum siebten Tor im siebten Champions-League-Spiel. Der letzte Treffer in einem Debakel für den FC Barcelona. Barça bekam zehn Schüsse aufs eigene Tor - Höchstwert seit 2003/04 (mit einer Partie bei Bayer Leverkusen 2015/16).

Neymar (Barcelona) rodeado por varios adversarios del PSG - Champions League

Neymar (Barcelona) rodeado por varios adversarios del PSG - Champions LeagueAFP

Die Katalanen stehen im Rückspiel am 8. März mit dem Rücken zur Wand und könnten erstmals seit der Saison 2007/2008 das Viertelfinale verpassen. Die Pleite in Paris war für Barcelona die Einstellung der höchsten Niederlage in der Königsklasse (zum dritten Mal).

2013 hatte Barça vor 1393 Tagen im Halbfinal-Hinspiel beim FC Bayern München ebenfalls 0:4 verloren (und im Finale 1993/94 gegen den AC Mailand).

Einen Vier-Tore-Rückstand hat indes noch nie ein Team in der Geschichte der Champions League aufholen können.

Die Stimmen zum Spiel:

Julian Draxler (Paris Saint-Germain): "Es war eine unglaubliche Nacht für uns. Wir haben uns viel vorgenommen und konnten einiges umsetzen. Nicht umsonst haben wir 4:0 gewonnen. Es war eine nahezu perfekte Nacht. 4:0 ist ein super, super Ergebnis. So ein Spiel erlebt man nicht alle Tage."

Luis Enrique (Trainer FC Barcelona): "Das Ergebnis spiegelt genau das wider, was uns auf dem Feld widerfahren ist."

Sergio Busquets (FC Barcelona): "Sie waren besser als wir. Sie spielten besser, waren taktisch besser eingestellt und waren uns auch körperlich überlegen."

Angel Di Maria

Angel Di MariaAFP

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Julian Draxler - einer unter vielen...

Auf Schalke sollte er Heilsbringer werden - es folgte der Wechsel nach Wolfsburg. Auch in der Autostadt sollte Draxler den großen Superstar mimen, den Klub in die Champions League führen - es folgte der Wechsel nach Paris. In der französischen Hauptstadt ist Draxler nun nicht mehr großer Held und absolute Hoffnungsfigur - er ist ein Top-Spieler unter vielen.

Der große Fokus liegt nicht mehr allein auf ihm und das scheint ihm gut zu tun. Der Flügelspieler kann in Frankreich den Schritt zur Weltklasse machen. Das deutete er im Spiel gegen Barcelona an - ein bärenstarker Auftritt.

Paris Saint-Germain's German midfielder Julian Draxler (L) celebrate after scoring a goal with Paris Saint-Germain's Italian midfielder Marco Verratti during the UEFA Champions League round of 16 first leg against Barcelona

Paris Saint-Germain's German midfielder Julian Draxler (L) celebrate after scoring a goal with Paris Saint-Germain's Italian midfielder Marco Verratti during the UEFA Champions League round of 16 first leg against BarcelonaAFP

Die Statistik: 1

Achtelfinale in der Champions League. Keinen geringeren Gegner als den FC Barcelona vor der Brust. Da gibt es doch keinen besseren Zeitpunkt für ein Debüt in der Königsklasse. Der junge Presnel Kimpembe kam gegen die Katalanen in den Genuss seinen ersten Spiels in der Champions League.

Er startete von Beginn an. Ein großer Tag für den Innenverteidiger, der eine sehr ordentliche Partie machte. Auch Christopher Nkunku durfte sein Debüt feiern - er ersetzte den verletzten Verratti in der 69. Minute.

Video - Angeberwissen zum Achtelfinale: Als Ronaldo per Elfmeter traf...

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