Imago

Sporting - BVB: 3 Dinge, die auffielen - Aubameyang eiskalt, Bürki stark, Passlack und Co. frech

3 Dinge, die auffielen: Aubameyang eiskalt, Bürki stark, Youngster frech

19/10/2016 um 07:32

Borussia Dortmund macht mit dem 2:1 (2:0) gegen Sporting Lissabon einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale der Champions League. Trotz neun verletzter Spielern schlug sich der BVB beachtlich und siegte verdient. Pierre-Emerick Aubameyang erzielte die Führung, Roman Bürki glänzte auf der Linie und die Youngster um Felix Passlack überzeugten. Drei Dinge, die auffielen.

Aubameyang eiskalt

Dieser Stürmer ist ein Phänomen. Im dritten Champions-League-Spiel der Saison schlug Pierre-Emerick Aubameyang zum dritten Mal eiskalt zu. Damit stellte der 27-Jährige seinen persönlichen Tor-Rekord in der Königsklasse ein. 2014/15 erzielte Aubameyang in acht CL-Spielen drei Tore und bereitete zwei Treffer vor.

Immer wenn der BVB-Stürmer am Ball war, brannte es im Sporting-Strafraum lichterloh. Kurz vor der Pause vergab Aubameyang noch beste Möglichkeiten (34./36./40.).

Aubameyang ist Dortmunds Lebensversicherung. In den vergangenen neuen Spielen traf er neun Mal für den BVB. Ebenfalls beeindruckend: In den letzten 62 BVB-Spielen schoss er 52 Tore.

Mit seinem insgesamt siebten Champions-League-Tor für die Borussen zog er in der vereinsinternen Statistik mit Stéphane Chapuisat, Andy Möller und Lars Ricken auf Platz vier gleich.

Gegen Sporting funktionierte das Zusammenspiel mit Götze perfekt. Der deutsche Nationalspieler spielte Aubameyang beim 1:0 (9.) den Ball in den Fuß, der Stürmer lupfte die Kugel elegant über Keeper Rui Patrício ins Netz.

Bürki-Paraden

BVB-Keeper Roman Bürki ist seit zwei Jahren die unumstrittene Nummer 1 bei den Schwarz-Gelben. In dieser Champions-League-Saison stand er drei Mal zwischen den Pfosten.

Dabei musste er bisher drei Mal hinter sich greifen. Im Spiel gegen Sporting Lissabon blieb der Schweizer zwar nicht ohne Gegentreffer, lieferte aber eine überzeugende Leistung ab: Stark beim Herauslaufen und reaktionsschnell auf der Linie.

Wenn er gebraucht wurde, war Bürki - wie in der 57. Minute beim Schuss von Ezequiel Schelotto - zur Stelle.

Kurz vor der Pause hatte der Dortmunder Schlussmann aber Glück, als Sebastian Coates (39.) den Ball zum vermeintlichen Ausgleich ins Netz schoss.

Schiedsrichter Damir Skomina aus Slowenien entschied auf Freistoß für Dortmund, denn kurz zuvor hatte Bas Dost den BVB-Torwart im Fünf-Meter-Raum geblockt. Bürki später:

"Bas Dost geht zum Ball und ich gehe zum Ball. Ich denke, dass der Schiedsrichter mit seinem Freistoßpfiff richtig entschieden hat. Dieser Sieg war sicherlich wegweisend für unser großes Ziel, das Erreichen des Achtelfinales. "

Beim Gegentor durch einen indirekten Freistoß im Strafraum war Bürki zwar der Auslöser, aber schuldlos: Abwehrspieler Marc Bartra spitzelte dem bereits abfangbereiten Bürki den Ball aus kurzer Distanz in die Arme.

Bruno César (67.) den fälligen indirekten Freistoß aus acht Metern. Bürki sprintete zwar am schnellsten heraus und warf sich dem Ball entgegen, kam aber nicht ran. Dennoch ein starker Abend des BVB-Torwarts.

Freche Youngster

Drei junge Spieler machten Tuchel besonders glücklich: Neben Felix Passlack (18) glänzten Christian Pulisic (18) und Julian Weigl (21).

Vor allem Nationalspieler Weigl überzeugte im 4-1-4-1-System mit einer tollen Leistung. Hinten räumte er fast alles ab, vorne schoss er das 2:0 (43.) für Dortmund.

"Ich weiß gar nicht so genau, was ich beim Tor gemacht habe. Ich bin überglücklich, dass es endlich mal geknallt hat. "

Passlack und Pulisic wirbelten derweil in der ersten Halbzeit auf den Flügeln und bedienten Aubameyang vorbildlich mit Zuspielen und Flanken.

Zwar hatte Passlack ein paar Probleme in der Rückwärtsbewegung. Mit seiner unglaublich hohen Laufbereitschaft machte er dieses Manko aber vergessen.

Wie ein Duracell-Hase rannte Passlack über den Rasen. Ebenso wie Pulisic, der den Ball in der 78. Minute mit einem Distanzschuss an die Latte nagelte.

Passlack musste bei seinem Champions-League-Debüt in der Nachspielzeit mit Krämpfen ausgewechselt werden.

Mit 18 Jahren, vier Monaten und 19 Tagen war Passlack nach Pulisic und Ibrahim Tanko der drittjüngste Dortmunder in der Königsklasse.

Video - CL: BVB hofft auf Piszczek und Sokratis in Lissabon

01:08
0
0