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FC Ingolstadt 04 gewinnt gegen TSV 1860 München im DFB-Pokal das kleine bayerische Derby

Ingolstadt gewinnt bayerisches Derby bei 1860

13/08/2017 um 18:02Aktualisiert 13/08/2017 um 19:28

Der FC Ingolstadt 04 hat die erste Runde des DFB-Pokals mit Mühe überstanden. Im kleinen bayerischen Derby setzte sich der Bundesliga-Absteiger 2:1 (1:0) beim Viertligisten TSV 1860 München durch. Dario Lezcano brachte Ingolstadt in Führung (19. Minute), Felix Weber ließ die 1860-Fans im Grünwalder Stadion wieder hoffen (66.), ehe Stefan Kutschke per Foulelfmeter zum Sieg traf (83.).

So lief das Spiel:

Der erste Spielabschnitt wurde von vielen Nicklichkeiten geprägt. Die Systemumstellung von Ingolstadt-Coach Maik Walpurgis auf drei Spitzen fruchtete. Im Vergleich zu den Ligaspielen der "Schanzer" war im vorderen Drittel deutlich mehr Geschwindigkeit. Offensiv konnte der TSV 1860 nicht überzeugen, es fehlte an Kreativität sowie Durchschlagskraft.

Für die Gäste-Führung sorgte ein individueller Patzer: Tobias Schröck schlug aus dem Mittelfeld einen langen Ball auf Dario Lezcano. Alexander Strobl lief übermütig aus dem Kasten, fast bis an die Strafraumgrenze, war gegen Ingolstadts Stürmer aber zu spät. Lezcano, der Jan Mauersberger entwischte, hob den Ball über den Keeper und traf zum 1:0 (20.).

Wann fangen die Münchner an, mehr in die Offensive zu investieren? Das war die große Frage zu Beginn der zweiten Hälfte. Schlüsselfigur Daniel Wein, der im defensiven Mittelfeld spielte, interpretierte seine Rolle sehr defensiv, indem er häufig die Innenverteidigung verstärkte. Auch die Münchner Außenverteidiger agierten sehr vorsichtig und wagten kaum Vorstöße.

Bezeichnenderweise brachte eine Standardsituation den Ausgleich: Nach einem Foul von Stefan Lex beförderte Nicolas Andermatt den daraus resultierenden Freistoß aus dem Halbfeld hoch in den Strafraum. Der Ball senkte sich im Fünfer, wo ihn Kapitän Felix Weber mit dem rechten Fuß über die Linie drückte (66.). Keeper Örjan Nyland sah bei dem Gegentreffer alles andere als gut aus.

Ein weiterer Fehler von TSV-Torwart Strobl brachte die "Schanzer" wieder auf die Siegerstraße. Er machte einige Schritte aus seinem Kasten und brachte Lezcano im Sechzehner zu Fall. Der Schiedsrichter zeigte zurecht auf den Punkt. Stefan Kutschke trat zum Foulelfmeter an, schickte Strobl in die falsche Ecke und schob rechts unten zum 2:1 ein (84.).

Ingolstadt bestrafte zwei Unachtsamkeiten eiskalt und zog verdient in die zweite Pokalrunde ein. Regionalliga-Tabellenführer 1860 kann sich wieder auf die Mission Aufstieg konzentrieren. Durch den Sieg im bayerischen Toto-Pokal, wo der TSV in der zweiten Hauptrunde steht, können sich die Münchner für die DFB-Pokal-Saison 18/19 qualifizieren.

Die Stimmen:

Daniel Bierofka (Trainer TSV 1860 München): "Wir verteidigten sehr ordentlich in der Startphase, beim 0:1 machen wir es dem Gegner zu einfach. Wir hatten das Glück, zwischen der 45. und 60. nicht das zweite Tor zu bekommen. Mit dem Ausgleich schien noch einmal alles möglich zu sein, das 1:2 fiel unglücklich für uns. Jetzt gilt unser Fokus komplett der Liga."

Maik Walpurgis (Trainer FC Ingolstadt 04): "Es kam zu dem erwarteten Pokalfight, bei dem wir es allerdings versäumten, frühzeitig auf 2:0 zu stellen. Mit dem 1:1 wurde es natürlich nochmal richtig spannend, aber wir haben die Ruhe nicht verloren. Wir sind glücklich, eine Runde weitergekommen zu sein."

Marvin Matip (FC Ingolstadt 04): "Bis zum Ausgleich hatten wir die Partie gut im Griff und konnten den Gegner gut vom Tor weghalten. Dann wurde es natürlich nochmal intensiv. Was aber viel wichtiger ist: Der erste Schritt ist gemacht. Wir wollten in München weiterkommen und das ist uns gelungen!"

Stefan Kutschke (FC Ingolstadt 04): "Nach dem Ausgleich war es hier tatsächlich der erwartete Hexenkessel. Aber dann ist es unsere Aufgabe dagegenzuhalten und das ist uns gelungen. Ich bin froh, dass ich heute den Siegtreffer für uns erzielen konnte. Jetzt kommen die nächsten Aufgaben in der Liga."

Der Tweet zum Spiel:

Die Ingolstädter verkleinerten die Lücke allerdings durch den Erfolg in der bayerischen Landeshauptstadt.

Das fiel auf: Wahnsinnsstimmung auf den Rängen

Die 12.500 Zuschauer im Grünwalder Stadion machten ordentlich Betrieb und unterstützten ihre Mannschaften lautstark. Vor allem im zweiten Durchgang leisteten sie ihren Beitrag für den Pokalfight. Eine ähnliche Stimmung war auch bei den Regionalliga-Auftritten der Sechziger zu sehen.

Die Statistik: 2

Für den FCI war es erst der zweite Pflichtspiel-Sieg gegen die "Löwen". 1860 gewann fünf der 13 Duelle.


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