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VfL Osnabrück schlägt den Hamburger SV in der 1. Runde des DFB-Pokals

"Warum es immer dem HSV passiert..." Hamburg blamiert sich in Osnabrück

13/08/2017 um 20:31Aktualisiert 13/08/2017 um 20:32

Der Hamburger SV erlebte in der 1. Runde des DFB-Pokals eine böse Überraschung und schied beim Drittligisten VfL Osnabrück mit 1:3 (0:1) aus. Obwohl die Gastgeber ab der 19. Minute nach einer Roten Karte für Marcel Appiah in Unterzahl spielten, trafen Halil Savran (39.), Marc Heider (62.) und Ahmet Arslan (71.) für den Außenseiter. Bobby Wood (75.) verkürzte per Handelfmeter für den HSV.

So lief das Spiel:

Nach zerfahrenen ersten 15 Minuten, in denen sich kein Team wirkliche Feldvorteile erarbeiten konnte, schwächten sich die Osnabrücker selbst. Appiah brachte Wood kurz vor der Strafraumkante als letzter Mann zu Fall und musste mit Rot frühzeitig vom Feld (19.). Der HSV spielte in der Folge zwar dominant, konnte sich aber nicht die ganz großen Gelegenheiten herausspielen.

Stattdessen traf der VfL den HSV mit seinem ersten gefährlichen Angriff mitten ins Mark. Nazim Sangaré ließ zunächst Mergim Mavraj und Kyriakos Papadopoulos alt aussehen und hatte dann noch das Auge für den besser postierten VfL-Kapitän Savran. Der musste aus kurzer Distanz nur noch den Fuß hinhalten – 1:0 für den Außenseiter in Unterzahl (39.).

Das Hamburger Leiden setzte sich auch nach dem Seitenwechsel nahtlos fort. Kaum herausgespielte Chancen, dazu ein Gegner der mit Leidenschaft verteidigte und vor dem Tor seine wenigen Gelegenheiten konsequent nutzte. Konstantin Engel tunnelte bei einem seltenen Osnabrücker Vorstoß Nicolai Müller frech an der Torauslinie und bediente den einlaufenden Marc Haider, der aus einem Meter locker einschob (62.).

Nach einem Missverständnis zwischen HSV-Kapitän Gotoku Sakai und Keeper Christian Mathenia war Ex-HSV-Spieler Arslan zur Stelle und spitzelte die Kugel zum 3:0 ins lange Eck (71.). Für einen ideenlos auftretenden HSV konnte Wood wenige Minuten später per Elfmeter noch auf 1:3 verkürzen (75.).

Damit scheiterte der HSV zum dritten Mal in den letzten sechs Jahren bereits in der 1. Runde des DFB-Pokals.

Die Stimmen zum Spiel:

Halil Savran (VfL Osnabrück): "Wir haben alle überragend gekämpft. Jeder einzelne hätte sich heute die Auszeichnung zum ´Man of the Match´verdient."

Markus Gisdol (Trainer Hamburger SV): "Warum es immer dem HSV passiert, kann ich auch nicht sagen. Wir hatten gefühlt 80 Prozent Ballbesitz. Unser Passspiel war aber unsauber, und die wenigen Chancen des Gegners haben wir schlecht verteidigt. Nach der Roten Karte waren wir in der Defensive nicht mehr konsequent genug."

Christian Mathenia (Hamburger SV): "Wir haben versucht, kühlen Kopf zu bewahren, waren aber in jeder Hinsicht nicht gut genug, um hier als Sieger aus dem Spiel hervorzugehen."

André Hahn (Hamburger SV): "Wenn man vorne seine Chancen nicht nutzt, wird man hinten bestraft. Das Hauptproblem war, dass wir es nicht geschafft haben, nach dem Rückstand ruhig weiterzuspielen. Uns fehlt die Selbstverständlichkeit, einfach ein Tor zu schießen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Osnabrück eiskalt

Fünfmal schossen die Hausherren, die über 70 Minuten in Unterzahl spielten, auf das Hamburger Gehäuse. Drei Versuche fanden ihren Weg ins Ziel. Eine Effizienz, der der HSV nichts entgegenzusetzen hatte.

Die Statistik: 2009

Die Geschichte wiederholt sich. Vor acht Jahren, am 23. September 2009, gab es dieses Duell schon einmal im Pokal. Damals besiegten die Lila-Weißen die Rothosen 7:5 nach Elfmeterschießen.


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