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Kevin Trapp spricht von Wechsel im Winter: "Wenn ich zur WM fahren will, muss ich spielen"

Trapp spricht von Wechsel im Winter
Von SID

15/11/2017 um 11:00Aktualisiert 15/11/2017 um 13:42

Nationalkeeper Kevin Trapp (Paris Saint-Germain) erwägt einen Vereinswechsel im Winter, um seine WM-Chance zu wahren. "Die Situation für mich ist kompliziert. Ich werde kämpfen, ich habe keine andere Wahl. Ich fühle mich in Paris wohl - wenn ich aber zur WM fahren will, und das ist mein großes Ziel, weiß ich, dass ich spielen muss", sagte der 27-Jährige am Dienstag nach seinem zweiten Länderspiel.

Noch habe er sich nicht ernsthaft mit einem Transfer beschäftigt, doch das könne sich ändern.

Er kündigte jedoch an:

"Das Fenster ist offen in der Winterpause, klar, ich habe kein Spiel gemacht in Paris. Wir werden sehen, was bis dahin passiert. Ich werde kämpfen, ich will meinen Platz zurückhaben."

Ob das realistisch ist? Das kann er selbst nicht einschätzen, obwohl sein Auftritt am Dienstag nicht geschadet haben wird. Doch Trainer neigen zu Torhüter-Treue, Wechsel ohne Not sind selten. Zudem "bleiben noch nur zwei Spiele bis zur WM-Nominierung", wie Trapp selbst sagt.

Trapp war sichtlich froh, mal wieder auf dem Platz gestanden zu haben:

"Dass ich jetzt spielen durfte, ist nicht selbstverständlich vom Bundestrainer. Dafür bin ich dankbar. "

Bei PSG hat Trapp, die potenzielle Nummer drei im deutschen Tor hinter Manuel Neuer (Bayern München) und Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona), seinen Stammplatz an seinen Rivalen Alphonse Areola verloren. Um seine Chance auf die WM 2018 in Russland zu retten, wird Trapp Paris wohl verlassen müssen.

Bundestorwarttrainer Andreas Köpke hatte zuletzt bekräftigt, dass nur Stammtorhüter zur WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) fahren werden.

Wenn Trapp spielt, dann überzeugt er

Dass Trapp gegen Spanien (23. März) oder Brasilien (27. März) nochmals ran darf, ist unwahrscheinlich. Ist bis dahin Manuel Neuer zurück, wird sicherlich die Nummer eins spielen. Im anderen Fall gäbe es keinen Grund, nicht die Nummer zwei Marc-Andre ter Stegen ins Tor zu stellen. Ter Stegen ist Stammtorwart - und das auch noch beim FC Barcelona.

Doch, immerhin: Spielte Trapp in der Nationalmannschaft, überzeugte er auch. Anders als sein Konkurrent Bernd Leno, der trotz eines Stammplatzes bei Bayer Leverkusen sowohl beim Confed Cup gegen Australien als auch in der WM-Qualifikation gegen Aserbaidschan patzte.

Joachim Löw merkt sich so etwas genauso wie exzellente Leistungen.

Sein Urteil über Trapp:

"Wir haben ein wahnsinnig gutes Gefühl, wenn Kevin spielt. Er hat Ruhe und Ausstrahlung.""

PSG weiß dies momentan nicht zu schätzen.

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