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Cristiano Ronaldo vor Abschied von Real Madrid? Eurosport-Experte sagt: Die Legende ist verzichtbar

Spanien-Experte: "Real Madrid kann auf Ronaldo verzichten"

20/06/2017 um 11:32Aktualisiert 21/06/2017 um 11:49

Cristiano Ronaldo steht angeblich vor dem Abschied von Real Madrid, wo er seit 2009 spielt, Rekorde brach und alles gewann - darunter dreimal die Champions League. Seine Steueraffäre könnte ihn zum fluchtartigen Abschied bewegen. Eurosport-Experte Iván Castello ist in Madrid nahe dran. Er sagt: Ja, Ronaldo steht in Reals Geschichte als Ikone sehr weit oben. Und trotzdem ist er verzichtbar.

Würde Real Madrid ohne Ronaldo abstürzen?

"Cristiano Ronaldo ist schon ein älterer Spieler, der seine Pausen braucht. Noch immer ist er effektiv, wie sein Torhunger in der abgelaufenen Champions-League-Saison bewies - aber er verliert Geschwindigkeit und physische Kraft in einer Art, die mich an Andrij Schewtschenko erinnert. Wenn diese Spielertypen an Power einbüßen, trifft es sie stärker als andere."

Deshalb:

"Nein, es wäre nicht der sportliche Super-GAU, wenn Ronaldo tatsächlich geht. "

Wo wird Ronaldo in Real Madrids Geschichte eingeordnet?

"Der Portugiese hat immer gut verkörpert, was Real Madrid will: Siegermentalität gepaart mit der Fähigkeit, auch mal in Barcelona oder bei Atlético zu gewinnen und diese Eigenschaften in den besten Jahren von Lionel Messi und Barça aufrechterhalten zu können. Das war der Schlüssel zu allem."

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"Deshalb ist Ronaldo ein entscheidender Spieler in der Geschichte des Klubs - und ganz sicher auf einer Höhe mit Legenden wie Alfredo Di Stéfano, Ferenc Puskás, Francisco Gento, Emilio Butragueño, Zinédine Zidane oder Raúl."

Droht Real Madrid ohne Ronaldo der Kollaps?

Real Madrid hat stets jegliche Probleme überwunden und würde auch ohne Cristiano Ronaldo nicht zusammenbrechen, betont unser Experte von Eurosport.es:

"Dieser Verein verfügt über ein so immenses Potential in Gesellschaft, Wirtschaft und Medien, dass ihm nichts und niemand etwas anhaben kann. "

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"Ob José Mourinho, Raúl, Arjen Robben, Ronaldo (der Brasilianer), David Beckham, Mesut Özil, Iker Casillas oder Ángel Di María - sie alle sind jüngste Beispiele großartiger Fußballer und Persönlichkeiten, die Madrid verließen - aber damit keinen Absturz auslösten."

"Reals eigentliches Problem ist nicht der mögliche Verlust von Ronaldo, sondern fehlende Balance gegenüber Erzrivale Barcelona. Dann stürzen sich die "Königlichen" wieder in teure Transfers, dabei gibt es keinen Manager. Das ist eine Lektion. Denn verpflichtet werden die Spieler von Präsident Florentino Pérez und Generaldirektor José Ángel Sánchez."

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"Die nächste Aufgabe für Real besteht ersteinmal darin, Álvaro Morata zu halten. Zudem könnten sie es in guter alter Manier bei Kylian Mbappé versuchen (Karim Benzema befindet sich in einer ähnlichen langsam nachlassenden körperlichen Verfassung wie Ronaldo), oder bei Eden Hazard, Robert Lewandowski, Gianluigi Donnarumma, sogar Neymar - wen auch immer sie wollen…!"

Wird Ronaldo als Täter oder Opfer betrachtet?

"In Spanien haben die Menschen schon lange angenommen, dass Politiker korrupt sind und Stars keine Steuern zahlen. Ronaldo und Messi sind da einfach weitere Fälle. Vielleicht werden sie als schuldig betrachtet, aber die Kraft des Fußballs ändert solche Einschätzungen auf unglaubliche Weise."

"Manche meinen, dass es eine Hetzjagd auf Messi gibt, weil er bei Barcelona spielt - und dass Ronaldo verfolgt wird, weil er Madridista ist. Leute, die besser darüber nachdenken, wissen jedoch, dass es das nicht sein kann."

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