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Sergio Ramos rettet Real Madrid gegen FC Barcelona Unentschieden - wieder einmal

Clásico-Retter Ramos: Reals Mann für die wichtigen Tore

03/12/2016 um 21:06

Sergio Ramos hat Real Madrid mit seinem späten Ausgleich im Clásico gegen den FC Barcelona ein Unentschieden gerettet, wodurch der Vorsprung der "Königlichen" auf Barça in der Tabelle weiterhin sechs Punkte beträgt. Der Real-Kapitän war in einem wichtigen Spiel einmal mehr der späte Retter seiner Mannschaft, die sich das Unentschieden in der Nachbetrachtung aber durchaus verdient hat.

Der stark aufspielende Kroate flankte aus dem linken Halbfeld herein, Ramos stieg am höchsten und köpfte den Ball in die Maschen. 90. Minute, Ausgleich, 1:1 - der Endstand im so prestigeträchtigen Duell der beiden spanischen Top-Vereine.

Ramos ist bei den "Königlichen" nicht nur Kapitän, sondern auch der Mann für die wichtigen - und vor allem späten - Tore. Schon im Champions-League Finale 2014 rettete er Real mit seinem Tor zum 1:1 in der Nachspielzeit (90.+3) gegen den Stadtrivalen Atlético in die Verlängerung und ebnete so den Weg zu "La Decima". Im UEFA Super Cup 2016 traf er gegen den FC Sevilla ebenfalls in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:2. Wieder war die Verlängerung die Folge, wieder stand am Ende ein Titel für die "Merengues".

Im Clásico gegen Barcelona nun also wieder - ein Déjà-vu par excellence. Dass Ramos einmal mehr zum entscheidenden Mann avancierte, erstaunte auch Trainer Zinedine Zidane nicht, der nach dem Spiel sagte:

"Sergio hat das an sich und zudem eine große Persönlichkeit. In solchen Spielen ist er immer zur Stelle, animiert auch die anderen. Er lässt nie die Schultern hängen. Für uns ist das gut."

Gut fand Zidane auch, wie sich seine Mannschaft präsentierte. Real war in Abwesenheit von Toni Kroos und Gareth Bale vor allem auf defensive Kompaktheit und gelegentliche Nadelstiche bedacht, was gegen die aktuell formschwachen Katalanen zunächst gut gelang. Die Madrilenen fühlten sich in der Rolle des nicht zum siegen verdammten Teams sichtlich wohl und schufen sich so eine Komfortzone, die sie erst nach dem Gegentor durch Luis Suárez in der 53. Minute verlassen mussten.

In der Folge war jedoch Barcelona die bessere Mannschaft und hätte durch Neymar (67.) und Lionel Messi (82.), die jeweils mustergültig von Comebacker Andrés Iniesta bedient worden waren, eigentlich auf 2:0 erhöhen müssen. Etwas glücklich für Real, ganz klar. Bewertet man jedoch die komplette Partie, geht die Punkteteilung durchaus in Ordnung.

Madrid wirkte in der Spielanlage reifer, erwachsener als der FC Barcelona und agierte - gerade in der Defensive - mit großer Disziplin. Zidane hatte seiner Mannschaft die richtigen Worte mit auf den Weg gegeben. Vorwerfen kann man den "Königlichen" höchstens, dass sie die offensichtlichste Barça-Schwachstelle - nämlich Sergi Roberto auf der rechten Abwehrseite - nicht konsequent auszunutzen wussten und beim letzten Pass häufig die Genauigkeit fehlte.

Am Ende dürfte Real das jedoch relativ egal sein, schließlich haben sie mit Sergio Ramos einen Mann in ihren Reihen, der in brenzligen Situationen zur Stelle ist. So auch heute. Und bei weiterhin sechs Punkten Vorsprung in der Tabelle könnte das Tor des 30-Jährigen auch ein ganz wichtiges auf dem Weg zum Titel in der Primera Division gewesen sein. Es wäre nicht das erste Mal.

Video - "Ich ekle mich vor Real": Die verbalen Clásico-Giftpfeile

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