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Arsène Wenger feiert beim FC Arsenal sein 20-jähriges Dienstjubiläum

Wenger feiert 20-jähriges Arsenal-Jubiläum
Von SID

23/09/2016 um 13:34

Arsène Wenger steht seit 20 Jahren an der Seitenlinie des FC Arsenal. Der heute 66 Jahre alte Trainer hat bei den Gunners eine Ära geprägt und viele Titel gewonnen. Die großen Triumphe liegen nun aber schon einige Zeit zurück, auch in der Champions League gelang ihm nie der große Coup. Nach der Saison läuft der Vertrag des Franzosen aus, seine Zukunft in London ist ungewiss.

Als dieser schmächtige, große Franzose den Raum im "Clock End", in der Südtribüne des Highbury-Stadions, betrat, hatte niemand in London auch nur eine Ahnung davon, dass gerade eine Ära begonnen hatte. "Arsène wer?", titelte das U-Bahn-Blättchen "Evening Standard" und sprach den Fans des damals strauchelnden Traditionsklubs FC Arsenal aus der Seele.

Arsène Wenger, der vor 20 Jahren als neuer Teammanager der Gunners vorgestellt wurde, war damals nur zweite Wahl. Eigentlich sollte der später zum Ritter geschlagene Bobby Robson nach Highbury geholt werden, die Trainerlegende entschied sich aber gegen die Londoner. Es war für alle Beteiligten ein Glücksfall.

Mit Konzept zum Erfolg

In den 1072 Spielen zuvor erlebte Wenger so ziemlich alles, was das Geschäft des Profifußballs zu bieten hat. Er stellte nach seinem Amtsantritt (offiziell der 1. Oktober 1996) in Highbury alles auf den Kopf, führte Diäten ein, die er während seiner Zeit in Japan bei Nagoya Grampus kennengelernt hatte, ließ sein Team akribisch arbeiten - und hatte damit sofort Erfolg.

Mythos der "Untouchables"

In den ersten zehn Wenger-Jahren wurde vieles, was der Unbekannte vom Festland anpackte, zu Gold. Schon 1998 holte Arsenal das Double, insgesamt dreimal triumphierten die Gunners mit Wenger in der Premier League. Der Franzose formte das legendäre Team der "Untouchables", der Unbesiegbaren um die Superstars Thierry Henry, Robert Pires, Dennis Bergkamp und Fredrik Ljungberg, das in der Saison 2003/04 ohne Niederlage Meister wurde. Insgesamt standen am Ende 49 Partien ohne Pleite in der Statistik.

"Das ist wirklich unglaublich", sagte Wenger später: "Na klar, ich will die Champions League gewinnen, aber wirklich, das hier ist wichtiger. Es ist etwas Besonderes. Wie haben wir das geschafft?" Die Königsklasse wurde für Wenger allerdings zum Trauma.

Trainer Arsène Wenger und Kapitän Tony Adams bejubeln Arsenals Titel 1998

Trainer Arsène Wenger und Kapitän Tony Adams bejubeln Arsenals Titel 1998Eurosport

Wengers Zukunft offen

Auch, weil der deutsche Nationaltorwart Jens Lehmann schon nach 18 Minuten mit der Roten Karte vom Platz geschickt wurde, verlor Arsenal das Champions-League-Finale 2006 in Paris gegen den FC Barcelona (1:2). Wenger blieb die Krönung versagt. Niemals den Henkelpott gewonnen zu haben, ist bislang der große Makel Wengers. Seine Karriere hat in den vergangenen Jahren an Fahrt verloren - zuletzt gab es nur noch zwei Triumphe im FA-Cup (2014 und 2015).

Wie lange er noch Teammanager der deutschen Weltmeister Mesut Özil, Per Mertesacker und Shkodran Mustafi bleibt, ist offen. Wengers Vertrag läuft am Ende der Saison aus, nicht wenige Fans der Gunners wünschen sich frischen Wind und den Abschied des Idols. Er würde große Fußstapfen hinterlassen.

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