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SID-Regelecke: Spielunterbrechung bei Verletzungen

SID-Regelecke: Spielunterbrechung bei Verletzungen
Von SID

17/09/2017 um 10:39Aktualisiert 17/09/2017 um 10:41

So unfair das Tor von Carl Zeiss Jenas Sören Eismann am Samstag in der 3.

Liga beim 2:2 gegen den SV Meppen auch war - es war regulär. In Regel 5 der "Fußballregeln 2017/18" ist klar festgeschrieben, dass allein der Schiedsrichter entscheidet, ob eine Partie wegen einer Verletzung unterbrochen werden muss oder nicht.

Der Unparteiische, am Samstag Benjamin Bläser (Niederzier), hat demnach "das Spiel weiterlaufen zu lassen, bis der Ball aus dem Spiel ist, wenn ein Spieler nur leicht verletzt ist" oder er hat "das Spiel zu unterbrechen, wenn ein Spieler ernsthaft verletzt ist, und zu veranlassen, dass dieser vom Spielfeld gebracht wird". Letzteres gilt vor allem bei Kopfverletzungen und solchen, die eine Bewusstlosigkeit nach sich ziehen und unmittelbare, ärztliche Hilfe benötigen.

Eismann hatte seinem überraschten Gegenspieler Nico Granatowski den Ball stibitzt, als dieser nach einem Zweikampf mit Verletzungsfolge offensichtlich auf den Pfiff des Schiedsrichters zur Unterbrechung gewartet hatte. Der Jenaer Julian Günther-Schmid war verletzt liegen geblieben. Eismann rannte dennoch los und schlenzte den Ball zum zwischenzeitlichen 1:2 ins Tor (58.).

Anstatt auf den Pfiff zu warten, hätte Granatowski den Ball auch ins Aus spielen können. Allerdings war vor der Saison auch auf Wunsch der Spieler und Vereine explizit darauf hingewiesen worden, dass nur der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen soll. In der Vergangenheit hatte es sich immer öfter als taktisches Mittel erwiesen, den Ball bei vermeintlichen Verletzungen sofort ins Aus zu spielen oder den Gegner aufzufordern, eben jenes zu tun.

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