SID

Uwe Gensheimer vor dem Final Four der Champions-League: "Verspüre keinen Druck"

Gensheimer vor dem Final Four: "Verspüre keinen Druck"
Von SID

02/06/2017 um 16:12Aktualisiert 02/06/2017 um 16:13

Uwe Gensheimer hält beim Final Four der Champions-League in Köln die deutsche Fahne hoch. Mit dem Star-Ensemble von Paris St. Germain strebt er seinen ersten Titel in der Königsklasse an.

In Badelatschen und Shorts scherzt Ausnahme-Handballer Uwe Gensheimer mit Journalisten, er schneidet Grimassen für die Selfies mit den Fans. "Druck verspüre ich nicht", sagt der Kapitän der Nationalmannschaft am Tag vor dem Final-Four-Turnier der Champions League und lächelt. Dabei wird der Fokus beim Kampf um Europas Klub-Krone ganz besonders auf ihn gerichtet sein.

Erstmals schaut die vermeintlich "beste Liga der Welt" bei der Endrunde der Königsklasse in die Röhre. Gensheimer muss in der Kölner Lanxess-Arena die schwarz-rot-goldene Handball-Ehre alleine verteidigen, da die drei Bundesligisten erstmals in der achtjährigen Geschichte des Finalturniers vorzeitig ausgeschieden sind.

Gensheimer mit Paris am Start

Mit dem frisch gekürten französischen Meister und Pokalsieger Paris St. Germain greift Gensheimer nach dem Triple - und seinem ersten Titel auf der ganz großen Handball-Bühne. "Der Champions-League-Sieg wäre natürlich das Sahnehäubchen", sagte der 30-Jährige, der beim EM-Titel der Nationalmannschaft verletzt gefehlt hat:

"Das ist ein großes Ziel von mir. Das ist ein Titel, den ich noch nicht gewonnen habe. Deswegen hat das schon einen ganz großen Stellenwert für mich."

Nach 13 Spielzeiten bei den Rhein-Neckar Löwen war der viermalige Handballer des Jahres im vergangenen Sommer in die französische Hauptstadt gewechselt. Mit den Mannheimern stand der Linksaußen zuvor bereits zwei Mal im Halbfinale der Champions League. Doch sowohl 2009 als auch 2011 war in der Vorschlussrunde Endstation. Mit dem Star-Ensemble von der Seine soll es nun endlich mit der europäischen Krone klappen.

Erste Hürde: Veszprem

Auf dem Weg zum Triple wartet im Halbfinale am Samstag (15:15 Uhr) zunächst Telekom Veszprem. Zwar konnte Paris beide Gruppenspiele gegen den ungarische Rekordmeister zu Saisonbeginn für sich entscheiden (29:28 und 28:24), doch der viermalige französische Champion ist gewarnt: Sowohl 2014 als auch 2015 unterlag er Veszprem im Viertelfinale der Königsklasse.

Im zweiten Halbfinale trifft Rekordchampion FC Barcelona (neun Titel in der Königsklasse) auf den einzigen Neuling beim Final Four, den mazedonischen Rekordmeister HC Vardar Skopje (Samstag, 18.00 Uhr/live bei Sky).

Einer von vier Weltmeistern: Superstar Nikola Karabatic

Einer von vier Weltmeistern: Superstar Nikola Karabatic Imago

Trotz dieser hochkarätigen Konkurrenz gilt das Team der Kieler Trainer-Legende Zvonimir "Noka" Serdarusic als Top-Favorit: In Nikola Karabatic (2007, 2014, 2016), Mikkel Hansen (2011, 2015), Daniel Narcisse (2012) und Torwart Thierry Omeyer (2008) stehen vier amtierende oder ehemalige Welthandballer in den Reihen von PSG, das von katarischen Millionen profitiert.

Mit Gensheimer zum Titel

Die Favoritenrolle hat für Gensheimer jedoch keine Bedeutung:

"Man muss an einem Wochenende seine Topleistung abrufen. Das ist in der Vergangenheit einigen Mannschaften nicht gelungen, die als Favorit hierher gekommen sind. Ich weiß, dass alles passieren kann."

In seiner Premierensaison schaffte er es direkt, aus der Pariser Star-Truppe herauszustechen. Mit 106 Toren führt er die Torschützenliste der Champions League an. "Uwe Gensheimer ist der Grund, warum PSG in diesem Jahr viel stärker ist als in der Vorsaison, er ist ein absoluter Kracher", sagte Trainerlegende Daniel Constantini, der Frankreich 1995 und 2001 zum WM-Titel führte, der Handballwoche. Beim letztjährigen Final Four scheiterte Paris im Halbfinale am späteren Sieger KS Kielce. Mit Gensheimer soll nun der große Wurf gelingen.

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