Imago

Handball-Champions-League: SG Flensburg-Handewitt gewinnt gegen Aalborg, THW Kiel unterliegt Paris

Handball-Champions-League: Flensburg gewinnt gegen Aalborg, Kiel unterliegt Paris
Von SID

17/09/2017 um 19:29Aktualisiert 17/09/2017 um 19:39

Arbeitssieg für Flensburg, Fehlstart für Kiel: Handball-Rekordmeister THW Kiel hat zum Auftakt der Champions League einen weiteren Dämpfer einstecken müssen. Während die SG Flensburg-Handewitt den dänischen Meister Aalborg Handbold 30:27 bezwang, unterlag die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason dem Titelfavoriten Paris St. Germain in eigener Halle mit 22:25.

Für den THW war es wettbewerbsübergreifend bereits die dritte Niederlage der Saison.

Bester Torschütze der Kieler, die den Königsklassen-Titel zuletzt 2012 gewonnen hatten, war Marko Vujin mit fünf Treffern. Für die französische Weltauswahl traf Sander Sagosen sechs Mal, zudem erzielten Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer und Superstar Mikkel Hansen je fünf Tore.

Kein Durchkommen gegen PSG-Abwehr

Kiel fand vor 10.000 Zuschauern in der nahezu ausverkauften Arena zunächst kein Mittel gegen die knüppelharte Pariser Abwehr um die beiden Karabatic-Brüder Nikola und Luka im Mittelblock. Zudem scheiterten die THW-Angreifer immer wieder freistehend am Gäste-Keeper Rodrigo Corales, so dass der erste Kieler Treffer bis zur 10. Minute auf sich warten ließ.

Auch danach diktierte das vom Ex-Kieler Noka Serdarusic betreute Team Spieltempo und -rhythmus. Als Gensheimer nach 25 Minuten zum 12:7 für die Gäste traf, drohte dem Champion von 2007, 2010 und 2012 sogar ein Debakel.

Auch ein Zwischenspurt und etliche Paraden von Keeper Niklas Landin änderten nichts an der Pariser Dominanz. Drei Gensheimer-Tore hintereinander zum 17:12 (37.) sorgten für klare Verhältnisse. So sehr sich Kiel sich auch mühte, näher als auf drei Treffer kamen sie nicht mehr heran.

Rasmus und Glandorf die Erfolgsgaranten

Flensburg durchlebte keine 48 Stunden nach dem Liga-Heimspiel gegen den HC Erlangen (29:21) nach zunächst klarer Führung zum Ende der ersten Spielhälfte hin eine Schwächephase, lag Anfang der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich sogar mit vier Toren zurück.

Angeführt vom starken Torhüter Rasmus Lind und dem Top-Torschützen Holger Glandorf (acht Treffer) kamen die Norddeutschen, 2014 letzter deutscher Champions-League-Sieger, letztlich aber doch noch zum wichtigen Auftakterfolg.

Zur bevorstehenden Königsklassen-Reform, nach der die Eliteklasse ab 2019 in Form einer eingleisigen Europaliga mit zwölf Teams ausgespielt wird, hielten sich die Verantwortlichen des europäischen Dachverbandes EHF unterdessen bedeckt. "Kein Kommentar", hieß es am Rande eines EHF-Termins unmittelbar vor dem Kiel-Spiel auf SID-Nachfrage.

Video - Neun Knaller-Tore: Diese Handball-Buden müsst ihr sehen

03:20
0
0