SID

Viermal Gold: Deutsche Kanuten um Sebatsian Brendel schon in WM-Form

Viermal Gold: Deutsche Kanuten schon in WM-Form
Von SID

16/07/2017 um 16:11

Auf die deutschen Topstars war Verlass: Angeführt vom dreimaligen Olympiasieger Sebastian Brendel haben die deutschen Rennsport-Kanuten in Plowdiw einen überzeugenden EM-Auftritt gefeiert und eine gelungene Generalprobe für die Weltmeisterschaften Ende August in Racice/Tschechien hingelegt. Insgesamt durfte sich der DKV in Bulgarien über viermal Gold in den zwölf olympischen Bootsklassen freuen.

"Wir haben die EM völlig der WM untergeordnet. Aus dieser Sicht können wir schon ganz zufrieden nach Hause gehen", sagte der leitende Bundestrainer Arndt Hanisch. Die Deutschen bestritten die kontinentalen Titelkämpfe komplett aus dem Training heraus.

Der Potsdamer Brendel, in Rio mit zwei Goldmedaillen dekoriert, gab dabei am Samstag im Canadier-Einer über 1000 m den Startschuss für die deutschen Titeljäger. Wenig später folgten über die gleiche Distanz Gold für London-Olympiasieger Peter Kretschmer mit Partner Yul Oeltze (Leipzig/Magdeburg) im Canadier-Zweier sowie für die Vierer-Olympiasieger Max Hoff/Marcus Groß (Essen/Berlin) im Kajak-Zweier. Am Sonntag sorgten die London-Olympiasiegerinnen Franziska Weber/Tina Dietze (Potsdam/Leipzig) im Kajak-Zweier über 500 m dann für den vierten deutschen Sieg.

"Ich war auf den letzten 150 Metern schon ein bisschen vor. Da war ich mir schon ziemlich sicher, dass es reicht", sagte Brendel, der sich mit seinem gewohnt starken Endspurt im letzten Renndrittel gegen den Tschechen Martin Fuksa und den Russen Kirill Schamschurin durchsetzte.

Hoff: "Eine Genugtuung"

Der 29-Jährige durfte sich sogar noch über weiteres Edelmetall freuen. Im C1 über die nicht-olympischen 5000 m war er auch nicht zu bezwingen, mit Conrad Robin Scheibner (Berlin), Stefan Kiraj und Jan Vandrey (beide Potsdam) gewann er im ebenfalls nicht-olympischen Canadier-Vierer über 1000 m zudem Silber.

Souverän holten sich Hoff/Groß das EM-Gold. "Wir haben an uns geglaubt. Es war eine Genugtuung", sagte Hoff: "Das war für die WM echt wichtig." Über die nicht-olympischen 5000 m legte Hoff im K1 nach und holte seinen zweiten Titel in Plowdiw.

Tabea Medert (Potsdam) und Melanie Gebhardt (Leipzig) gewannen mit Bronze im nicht-olympischen K2 über 1000 m weiteres Edelmetall für den erfolgsverwöhnten DKV. Im nicht-olympischen K1 über 5000 m wurde Medert ebenfalls Dritte.

Gesundheitlich geschwächt hatte der in dieser Saison so starke Kajak-Vierer über 500 m eine Niederlage hinnehmen müssen. Ohne den kurzfristig erkrankten Olympiasieger Max Rendschmidt (Essen) kamen Olympiasieger Tom Liebscher (Dresden), der Rio-Dritte Ronald Rauhe (Potsdam), Max Lemke (Mannheim) sowie Ersatzmann Timo Haseleu (Potsdam) auf Platz fünf. Rendschmidt hatte wegen einer Magen-Darm-Erkrankung passen müssen.

Rauhe und Lemke erklommen dennoch das Podest. Im Kajak-Zweier kamen sie über die nicht-olympischen 200 m auf den Bronzerang.

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