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Ducati: Winglet-Verbot ist die Ursache aller Probleme

Ducati fehlt Abtrieb -  Winglet-Verbot die Ursache aller Probleme?

02/03/2017 um 19:19Aktualisiert 02/03/2017 um 21:10

Nach dem positiven Testauftakt in Sepang haderte Ducati beim Australien-Test und präsentierte sich nicht auf dem Niveau der Honda- und Yamaha-Piloten an der Spitze. In der Zwischenzeit analysierte Ducati, warum die Rückstände so groß waren und kennt jetzt die Gründe für das schwache Abschneiden.

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Im Rahmen der Pramac-Präsentation in Neapel sprach Ducati-Corse-Chef Luigi Dall'Igna mit den Kollegen von 'GPone.com' und nannte die Problemzone:

"Wir können nach Tests, wie dem auf Phillip Island, nicht zufrieden sein. Wir erkannten zum ersten Mal, dass sich der Verlust der Winglets stärker auswirkt, als wie erwarteten."

Dall'Igna war über die Positionen sieben (Andrea Dovizioso) und acht (Jorge Lorenzo) alles andere als zufrieden. Dovizioso verlor bei der Zeitenjagd auf Phillip Island sieben Zehntelsekunden, Lorenzo lag etwa acht Zehntelsekunden zurück.

"Ich muss anmerken, dass wir eine Abstimmung verwendeten, die nicht gerade perfekt für die Bedingungen war, doch sie war nützlich, um unsere Limits auszuloten", bemerkt Dall'Igna.

"Die gesammelten Datenaufzeichnungen zeigen uns, dass der fehlende Druck auf das Vorderrad der Hauptgrund für die Probleme ist, die wir hatten."

Yamaha, Suzuki und Aprilia präsentierten bei den bisherigen Wintertests bereits neue aerodynamische Entwicklungen, die dem neuen Reglement entsprechen, aber dennoch Abtrieb generieren. Die Aerodynamik-Pioniere von Ducati hielten sich bisher mit neuen Entwicklungen zurück. Sportdirektor Paolo Ciabatti stellte im Rahmen des Australien-Tests klar, dass weder beim finalen Test in Katar noch beim Saisonauftakt zwei Wochen später neue Aerodynamik-Teile zum Einsatz kommen.

Doch nach den Erkenntnissen in Australien könnte sich das nun ändern. "Wir sind begrenzt und können nur zwei Aerodynamik-Entwicklungen pro Saison bringen. Es ist deshalb besonders wichtig, alles genau zu bedenken, bevor man eine Version präsentiert. Deshalb nehmen wir uns die nötige Zeit", kommentiert Dall'Igna und lässt offen, ob Ducati noch etwas in petto hat oder ob die Italiener die neue Saison mit der konventionellen Verkleidung starten.

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