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Cal Crutchlow greift Jonas Folger und Johann Zarco wegen der Leistungen der Yamaha-Piloten erneut an

Crutchlow stichelt gegen Folger und Zarco

20/04/2017 um 21:05Aktualisiert 20/04/2017 um 21:47

Die Ingenieure von Honda kämpfen wie im vergangenen Jahr mit dem Paket der RC213V und versuchen krampfhaft, den Rückstand auf Yamaha aufzuholen. Bereits im vergangenen Jahr haderten die HRC-Verantwortlichen mit der Abstimmung der Maschine. Und auch in diesem Jahr sucht Honda fieberhaft nach der optimalen Balance.

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In der Fahrerwertung sieht es für Honda momentan düster aus: Cal Crutchlow ist als WM-Fünfter der bestplatzierte Honda-Fahrer. Die Werkspiloten folgen auf den Positionen acht und zehn, während sich Scott Redding (Pramac-Ducati) und Jonas Folger (Tech-3-Yamaha) in den Top 6 behaupten.

Die Leistungen der beiden Tech-3-Piloten

Johann Zarco führte in Katar rundenlang und wurde in Argentinien Fünfter, Jonas Folger belegt nach zwei Rennen Platz sechs in der Fahrerwertung - möchte Crutchlow nicht überbewerten. Bereits nach dem ersten Test im November des vergangenen Jahres schoss der Brite in Richtung Tech 3 und griff Folger und Zarco verbal an:

"Sie sind nicht die schnellsten Fahrer der Welt. Sie sind noch nicht einmal nah dran. Doch das Paket ist so einfach zu fahren und deshalb sind sie so stark."

Und an Crutchlows Meinung zu den Leistungen der Tech-3-Piloten hat sich auch nach den beiden Grand Prix in Katar und Argentinien nichts geändert: "Ich denke, die Honda-Fahrer sind besser als viele der anderen Fahrer im Feld. Das erkennt man, wenn man sich Folger und Zarco anschaut. Sie springen auf ein Motorrad mit einem guten Paket und mischen ordentlich mit."

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"Sie sind nicht die besten Fahrer der Welt. Das kann ich garantieren", betont Crutchlow im Gespräch mit "Crash.net'" erneut und stänkert weiter:

"Wenn man sie auf eine Honda setzen würde, wären sie dort, wo Tito (Rabat) ist. Und wenn man Tito und Jack (Miller) auf die Yamahas setzen würde, wären sie dort, wo Folger und Zarco fahren. Deren Motorrad ist sehr neutral zu fahren. Es ist sehr einfach zu fahren und die Honda ist es nicht. Nicht viele Fahrer kommen damit zurecht."

Bereut Crutchlow den Weggang von Tech 3?

Crutchlow ging von 2011 bis 2013 für Tech 3 an den Start und holte mit der Yamaha M1 sechs Podestplätze. Damals träumte er vom Werksfahrer-Dasein, was er sich 2014 bei Ducati erfüllte. Zudem stichelte Crutchlow vor allem in der Saison 2013 oft in Richtung LCR und Stefan Bradl und stufte die Kundenmaschine des Deutschen als Werksmotorrad ein, mit dem bessere Leistungen möglich wären.

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In der Saison 2015 musste Crutchlow realisieren, dass die MotoGP-Honda nicht das Übermotorrad der Königsklasse ist.Und auch in der laufenden Saison wirkt das Honda-Paket alles andere als harmonisch. "Honda befindet sich momentan in einer schwierigen Phase", gesteht der Brite. "Im vergangenen Jahr war es der Motor und das neue Elektronikpaket. Sie ließen das Chassis mehr oder weniger unverändert. Diesbezüglich wurde nicht viel verändert. Nun dreht sich wieder alles um den Motor."

"Ich würde nicht behaupten, dass sie es nicht versuchen. Ich war im Werk und sah, wie hart gearbeitet wird. Es ist fantastisch. Sie arbeiten pausenlos. Die japanischen Ingenieure, die Italiener bei HRC und die Leute aus unserem Team arbeiten ohne Unterbrechung. Doch wir steigern uns nicht so stark wie die anderen Hersteller", bedauert Crutchlow, der 2017 seine dritte Saison für Lucio Cecchinellos privates Honda-Team absolviert.

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