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MotoGP-Tests: Maverick Vinales stapelt nach Bestzeiten tief: "Muss nicht gewinnen"

Vinales stapelt nach Bestzeiten tief: "Muss nicht gewinnen"

13/03/2017 um 11:48

Maverick Vinales beeindruckt in Katar auch mit seiner Rennsimulation. Der Sieg ist sein Ziel, doch der Shootingstar sieht beim Saisonauftakt viele Favoriten. Bei allen vier Wintertests fuhr Vinales auf seiner Yamaha die beste Rundenzeit, der 22-Jährige selbst gibt sich aber gelassen: "Ich mache mir und dem Team keinen Druck. Wir müssen für den Sieg arbeiten, aber wir müssen nicht gewinnen."

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Bei allen vier Wintertests fuhr Maverick Vinales die beste Rundenzeit. Dass der Yamaha-Neuling einer der schnellsten MotoGP-Fahrer ist, ist mittlerweile keine Überraschung mehr. Den Katar-Test beendete er mit 1:54.330 Minuten an der Spitze. Mit dieser Zeit wäre er im Vorjahr im Qualifying auf der Pole-Position gestanden. Aber auch seine Rennsimulation war mehr als beeindruckend.

Die meisten im Fahrerlager schieben deshalb Vinales die Favoritenrolle für den Saisonauftakt am 26. März in die Schuhe.

Der 22-Jährige selbst gibt sich aber gelassen: "Ich mache mir und dem Team keinen Druck. Wir müssen für den Sieg arbeiten, aber wir müssen nicht gewinnen. Es ist erst das erste Rennen. Wir müssen Erfahrung sammeln. Aber natürlich ist der Sieg unser Ziel, weil wir bei diesem Test gesehen haben, dass wir eine unglaubliche Pace haben. Wir werden versuchen, auf diesem Level weiterzumachen."

Maverick Vinales (Yamaha Factory) - 2017 Season Launch

Maverick Vinales (Yamaha Factory) - 2017 Season LaunchYamaha Racing Corp.

Sonntagabend fuhr Vinales unter Flutlicht eine komplette Renndistanz am Stück. Dabei verzichtete er übrigens auf die neue Verkleidung mit den versteckten Winglets. Vinales fuhr konstant niedrige 1:55 Minuten. Beeindruckend war seine letzte Rundenzeit von 1:55,1, denn damit war er nur um eine Zehntelsekunde über seiner Bestzeit bei diesem Longrun.

Das zeigt, dass Yamaha die Hausaufgaben gemacht hat und die Rundenzeiten im letzten Renndrittel, wenn die Reifen abbauen, nicht einbrechen. Genau damit gewinnt man Rennen.

Vinales: "Es ist nie perfekt"

Trotz dieser beeindruckenden Vorstellung ist Vinales nicht restlos zufrieden: "Wir haben gut gearbeitet, aber es ist nie perfekt. Man will immer mehr. Ich wollte 1:54 fahren, weil das Jorge im Vorjahr gemacht hat", spricht er seinen Vorgänger im Yamaha-Team an, der vor zwölf Monaten den Saisonauftakt gewinnen konnte.

"Aber trotzdem haben wir gut gearbeitet. Wir haben unterschiedliche Setups ausprobiert, speziell für die Frontpartie. Dort haben wir viel gefunden. Das Team hat sehr gut gearbeitet, wir steigern uns."

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Außerdem hält Vinales fest, dass er bei seiner Rennsimulation nicht alles riskiert hat. "Vielleicht hätte ich noch etwas schneller fahren können. Aber ich denke, wir haben den Test sehr gut beendet. Auch körperlich fühle ich mich sehr gut auf dem Bike." Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison sind geschaffen. Vinales ist schnell, konstant, fit, konzentriert und hat Übersicht. Nun muss er in den Rennen zeigen, dass er in die Fußstapfen seines Vorgängers Lorenzo, der drei WM-Titel gewinnen konnte, treten kann.

"Ich weiß es nicht", antwortet Vinales auf die Frage, ob er der WM-Favorit ist. "Viele Fahrer können Favoriten für den Titel sein. Zumindest die Fahrer von Ducati, Yamaha und Honda können Champion werden. Viele Fahrer sind stark. Auch die Rookies Folger und Zarco sind stark und können für Überraschungen sorgen. Ich denke, Marc ist der größte Konkurrent. Er ist immer vorne, in allen Rennen. Er ist am konstantesten. Aber auch Valentino ist in den Rennen unglaublich. Dort kann ich mich noch am meisten verbessern und auch von ihm lernen."

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