Yamaha MotoGP

Psychospiele in der MotoGP - Valentino Rossi stichelt gegen die Konkurrenz

Psychospiele in der MotoGP - Rossi stichelt gegen die Konkurrenz

28/02/2017 um 21:42

Vizeweltmeister Valentino Rossi stichelt ein weiteres Mal gegen die Spanier und setzt auch Yamaha-Teamkollege Maverick Vinales unter Druck. Bei den bisherigen Wintertests spielte Rossi eine untergeordnete Rolle. Während Vinales mit der M1 von einer Bestzeit zur nächsten fuhr und Weltmeister Marc Marquez beeindruckende Longruns absolvierte, haderte Rossi und kam seinen Gegnern nicht gefährlich nah.

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Im Gespräch mit der italienischen Tageszeitung 'Corriere della Sera' startete Rossi nun zum Angriff und stichelte gegen Marc Marquez, Jorge Lorenzo, aber auch indirekt gegen Maverick Vinales, den er mit seinen Aussagen stark unter Druck setzt. Rossi zweifelt, ob das Verhältnis mit Vinales so freundschaftlich bleibt, wenn der junge Spanier immer stärker unter Druck gerät.

"Lorenzo ist wohl oder übel transparenter als Marquez, weniger falsch. Vinales scheint ausgeglichener zu sein als Lorenzo. Wir müssen abwarten, ob er mit dem Druck umgehen kann und ob er sich unter Druck ändert. Auf der Strecke werde ich ihn wohl nicht sehen, wenn man sich anschaut, wie schnell er bei den Tests war", scherzt Rossi, der gespannt ist, ob Vinales sein wahres Gesicht schon offenbart hat.

Kippt das Verhältnis, wenn Maverick Vinales unter Druck gerät?

Kippt das Verhältnis, wenn Maverick Vinales unter Druck gerät?Yamaha Racing Corp.

"In Stresssituationen zeigen die Leute ihr wahres Gesicht. Jeder kann ein Gentleman sein, wenn die Motorräder nicht laufen", bemerkt Rossi, der für die neue Saison klare Ziele hat: "Ich wünsche mir, weiterhin zu siegen, vorne mitzumischen und um den zehnten Titel zu kämpfen. Und einen Sohn. Ich hätte gern ein Kind und es scheint, als wäre der richtige Zeitpunkt gekommen", erklärt er überraschend.

Im Winter 2015/2016 trennte sich Rossi von Linda Morselli, die dem "Doktor" jahrelang die Daumen drückte. Rossi erklärte, er wolle sich voll und ganz auf den Rennsport konzentrieren und die Enttäuschung des verpassten zehnten Titels verarbeiten. Morselli wurde später an der Seite von Formel-1-Star Fernando Alonso gesichtet.

"Keiner verhielt sich wie Marquez"

Den Ausgang der Saison 2015 scheint Rossi nach wie vor nicht richtig verkraftet zu haben. "Eine sehr große Enttäuschung. Es passierten Dinge, die nicht hätten passieren dürfen", kommentiert der neunfache Weltmeister, der nach wie vor kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um die Vorfälle auf Phillip Island, in Sepang und Valencia geht.

"Es war eine Schande für den Sport. Ich kämpfte gegen harte Rivalen, von Biaggi bis Stoner. Doch keiner von ihnen verhielt sich wie Marquez es tat", beschuldigt er den amtierenden Weltmeister. "Ich habe noch nie erlebt, dass ein Fahrer, der nicht im Titelrennen ist, so gegen einen anderen Fahrer kämpft. Ob ich es bereue? Natürlich. Wenn ich nur nichts gesagt hätte oder nicht reagiert hätte. Sie hätten mich aber so oder so besiegt. Wenigstens konnte ich es mir von der Seele reden", so Rossi.

Video - Marc Márquez greift wieder an: So trainiert der Weltmeister in Sepang

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