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Zu gefährlich: Kein MotoGP-Comeback in Spa-Francorchamps

Zu gefährlich: Spa fehlt weiter im Rennkalender

07/03/2017 um 12:12

Die Comeback-Pläne sind geplatzt: Spa-Francorchamps wird kein MotoGP-Rennen veranstalten dürfen - Aus Sicherheitsbedenken stellt sich Promoter Dorna dagegen. Im vergangenen Jahr bestätigte Streckenchefin Nathalie Maillet, dass sie neben der Formel 1 und der Langstrecken-WM WEC auch die MotoGP zurückholen will. Es kam auch zu Gesprächen mit der Dorna.

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Aber Carmelo Ezpeleta erteilt dem Comeback eine Absage."Sie haben uns im vergangenen Sommer kontaktiert", bestätigt der Spanier bei 'Crash.net'. Es gibt aber einen Grund, warum die Motorrad-Elite nicht nach Spa zurückkommen wird: "Das Hauptproblem ist die Sicherheit. Für uns ist es fast unmöglich, die Strecke für die MotoGP zu homologieren", so Ezpeleta.

Vor zehn Jahren wurde die Strecke für die Formel 1 umgebaut. Vor allem im letzten Streckenabschnitt wurde mehr Sturzraum geschaffen, die Bus-Stop-Schikane wurde deutlich verändert.

Wenig Sturzräume

Trotzdem bleiben vor allem die Sturzräume beschränkt. Die berüchtigte Blanchimont-Kurve ist vor allem für die Motorräder eine heikle Stelle, sollte dort jemand stürzen. Ein Grand-Prix-Comeback ist somit so gut wie ausgeschlossen. Trotzdem hält Ezpeleta es für eventuell möglich, dass die Superbike-WM in Spa fahren wird. "Für die MotoGP ist es momentan ein klares Nein, bezüglich der Superbike-WM müssen wir sprechen", lässt er diese Möglichkeit offen.

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Spa-Francorchamps war seit Anbeginn Rennsportgeschichte ein Fixpunkt im Kalender. Das erste Motorrad-Rennen wurde dort schon 1921 ausgetragen. Zwischen 1947 und 1979 stand der Grand Prix immer im Kalender. Es wurde damals auf der langen Strecke, die über Landstraßen führte, gefahren. Als Anfang der 1980er-Jahre der Kurs auf das heutige Format verkürzt wurde, gastierte die Motorrad-WM einmal in Zolder und nutzte dann bis 1990 die neue, damals sehr moderne Strecke.

Letztes Rennen 1990

Das letzte Rennen fand schließlich 1990 im Regen statt. Rainey gewann von der Pole-Position aus vor Jean-Philippe Ruggia und Eddie Lawson. Pierfrancesco Chili war schon im Training in der Blanchimont-Kurve gestürzt und fiel durch seine Verletzungen für die nächsten Monate aus.

Es sollte das Ende von Spa werden, denn der letzte Streckenabschnitt wurde als zu schnell und wegen des begrenzten Sturzraums als zu gefährlich für die Motorrad-WM eingestuft. Seither war Belgien nie mehr im Kalender vertreten. Mit acht Siegen in der 500er-Klasse (1966 - 1973) ist Giacomo Agostini der "König" von Spa.

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